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Gipskartonplatte Typ DFH2 (GKFI) 12,5 mm – Brandschutz und Feuchte
Symbolabbildung

Gipskartonplatte Typ DFH2 (GKFI) 12,5 mm – Brandschutz und Feuchte

Format 2000 × 1250 mm · 2,5 m² je Platte · Brand + Feuchte nach System

Typ DFH2 in 12,5 mm verbindet die Feuerschutzeigenschaften D und F mit der begrenzten Wasseraufnahme von H2; national ist sie oft als GKFI bekannt. Sie kommt dort zum Einsatz, wo an dieselbe Wand oder Decke Brandschutz- und Feuchteanforderungen gestellt werden, etwa in Bädern mit Brandschutzanforderung oder in Installationsschächten nach Systemunterlage. Beide Leistungen entstehen erst im System: der Feuerwiderstand im nachgewiesenen Aufbau, der Feuchteschutz mit Abdichtung nach DIN 18534. Im Format 2000 × 1250 mm deckt eine Platte 2,5 m² ab.

Typ wählen Typ DFH2 (GKFI – Feuerschutz + Feuchte)
Typ
Dicke wählen 12,5 mm
Dicke
Format wählen 2000 × 1250 mm (Standardbreite)
Format

Menge wählen

Gewählt: 20 Stück · 50 m²Typ DFH2 · 12,5 mm · 2000 × 1250 mm

Produkt & technische Daten

Ausführung, Eigenschaften und Normen im Überblick

Technische Angaben

Wesentliche technische Daten, Eigenschaften und Anwendungsbereiche: Gipskartonplatte Typ DFH2 (GKFI) 12,5 mm – Brandschutz und Feuchte. Detaillierte Informationen finden Sie in den Abschnitten.

Norm
DIN EN 520
Kante
Wird im Angebot bestätigt
Einsatz
Brand- und Feuchteanforderung – nur im geprüften System mit Abdichtung
Material
Gipskern mit Kartonmantel
Brandverhalten
Laut Leistungserklärung
Nicht geeignet
Außenbereich; sehr hohe Wassereinwirkung (W3-I nach DIN 18534); hohe Wassereinwirkung (W2-I) nur mit Eignungsnachweis des Herstellers; Feuchträume ohne Abdichtung nach System
Wärmeleitfähigkeit
Laut Leistungserklärung bzw. Datenblatt
Plattentyp
Typ DFH2
Dicke
12,5 mm
Format
2000 × 1250 mm
Fläche je Platte (m²)
2,5
Rohdichte
≥ 800 kg/m³ (Klassenanforderung D)
Hersteller und Fabrikat
Wird im Angebot benannt
Wasseraufnahme gesamt
≤ 10 % (Klassenanforderung H2)
Gefuegezusammenhalt hohe temperaturen
verbessert (Klasse F)
Anfrageeinheit
Stk
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Produktbeschreibung

Gipskartonplatten sind Platten mit Gipskern und Kartonmantel für nichttragende Beplankungen im Innenausbau. Diese markenneutrale Familie führt die Auswahl in drei Schritten: Typ, Dicke, Format.

Vollständige Produktbeschreibung

Typ nach Einsatz: Typ A für trockene Innenräume (national oft GKB), Typ H2 mit begrenzter Wasseraufnahme für häusliche Feuchträume (national oft GKBI – nicht wasserbeständig, Abdichtung nach System), Typ DF für brandschutzrelevante Aufbauten (national oft GKF), Typ DFH2 wenn Brandschutz und reduzierte Wasseraufnahme zusammenkommen (national oft GKFI). Sondervarianten mit weiteren Kennbuchstaben, etwa DFH2IR (I = erhöhte Oberflächenhärte, R = erhöhte Festigkeit), gehören nicht zu dieser Kernauswahl. Klassifizierung und Brandverhalten der Platte stehen in der Leistungserklärung (DoP) des Herstellers; den Feuerwiderstand eines Bauteils belegt der Systemnachweis des gesamten Aufbaus.

Dicke nach Aufbau: 12,5 mm ist der übliche Standard für Wand und Decke. 9,5 mm ist eine Sonderdicke, vor allem für Bekleidungen auf vorhandenem Untergrund; an Decken und Dachschrägen nur, wenn das gewählte System 9,5 mm ausdrücklich vorsieht. 15 mm kommt zum Einsatz, wenn ein System mehr Masse oder Steifigkeit oder ein Brandschutznachweis diese Dicke vorgibt – eine bestimmte Brand- oder Schallschutzleistung folgt aus der Dicke allein nicht. Nicht jede Dicke ist mit jedem Typ kombiniert.

Format nach Handling und Fläche: 2000 × 1250 mm und 2500 × 1250 mm sind die Kernformate; 2600 × 600 mm als schmales Einmann-Format (je Platte kleiner und leichter, aber 2,6 m lang; keine Zusage zur Alleinmontage, mehr Längsfugen). Fläche je Platte ergibt sich aus Länge × Breite (z. B. 2,5 m² bei 2000 × 1250; 3,125 m² bei 2500 × 1250; 1,56 m² bei 2600 × 600).

Gewicht und Transport: Das Flächengewicht hängt von Dicke, Typ und Fabrikat ab. Als Richtwert für 12,5 mm gelten rund 8,5 bis 10 kg/m², eine Platte 2000 × 1250 mm wiegt damit grob 21 bis 25 kg. Typ DF und DFH2 haben eine Rohdichte von mindestens 800 kg/m³ und sind dadurch eher schwerer. Verbindlich ist das Datenblatt des gelieferten Fabrikats. Platten liegend und vollflächig unterstützt transportieren und lagern.

Decke und Bad: Für Deckenbekleidungen und abgehängte Decken ist 12,5 mm üblich; Achsabstand der Unterkonstruktion, Abhänger und Schraubenabstände kommen aus der Systemunterlage (Orientierungswerte stehen in den FAQ). Im Bad brauchen Wandflächen über Wanne und in der Dusche eine Abdichtung auf der Platte; Deckenflächen ohne planmäßiges Spritzwasser zählen zur Klasse W0-I. Imprägnierte Platten (Typ H2, im Handel meist mit grünem Karton) nehmen weniger Wasser auf, sind aber nicht wasserbeständig.

Kante und Verarbeitung: Die Längskante ist herstellerabhängig. Verbreitet sind HRAK (halbrund abgeflacht), HRK (halbrund), AK (abgeflacht) und VK (volle Kante); ob ein Bewehrungsstreifen nötig ist, hängt von Kante und Spachtelsystem ab. Die gelieferte Kante bestätigt das Angebot. Zuschneiden typischerweise durch Ritzen der Kartonseite und Brechen; trocken, liegend auf Paletten lagern, vor Feuchte und Schlag schützen.

Grenzen: Nicht mit Gipsfaserplatten (DIN EN 15283-2) verwechseln — andere Norm, andere Schrauben, oft andere Fugenlogik. Befestigung an Metall- oder Holzunterkonstruktion mit Schnellbauschrauben (TN/TB); Schraubenabstände und Längen nach Systemunterlage bzw. Ratgeber, nicht als pauschale Faustregel. Ungeschützter Außenbereich und Nasszellen ohne geprüftes Feuchtraumsystem sind nicht geeignet. Norm und Anfrage: Produktnorm ist DIN EN 520 (national ergänzend DIN 18180). Brandverhalten, Flächengewicht und Wärmeleitfähigkeit je Hersteller/DoP — nicht pauschal zugesichert. Keine Festpreise und keine Livepreise — unverbindlich anfragen; Angebot, Fabrikat und technische Unterlagen kommen vom regionalen Händler.

  • DIN EN 520 Typ DFH2: D, F und H2 in einer Platte (national oft GKFI)
  • Für Bauteile mit Brandschutz- und Feuchteanforderung nach System
  • Feuerwiderstand im Nachweis, Feuchteschutz über Abdichtung nach DIN 18534
  • 2000 × 1250 mm = 2,5 m² je Platte

Material und Eigenschaften

Norm
DIN EN 520 (national ergänzend DIN 18180)
Kante
Im Angebot bestätigt (HRAK, HRK, AK oder VK je nach Hersteller)
Einsatz
Nichttragende Innenbeplankung von Wand und Decke nach System
Material
Gipskern mit Kartonmantel
Brandverhalten
Euroklasse laut Leistungserklärung des angebotenen Produkts
Nicht geeignet
Außenbereich; sehr hohe Wassereinwirkung (W3-I nach DIN 18534); hohe Wassereinwirkung (W2-I) nur mit Eignungsnachweis des Herstellers; Feuchträume ohne Abdichtung nach System
Wärmeleitfähigkeit
Laut Leistungserklärung bzw. Datenblatt des angebotenen Produkts

Gewählte Ausführung

Norm
DIN EN 520
Plattentyp
Typ DFH2
Einsatz
Brand- und Feuchteanforderung – nur im geprüften System mit Abdichtung
Dicke
12,5 mm
Material
Gipskern mit Kartonmantel
Format
2000 × 1250 mm
Fläche je Platte (m²)
2,5
Fläche je Einheit (m²)
2,5
Kantenform
Wird im Angebot bestätigt

Kantenform ist herstellerabhängig. HRAK ist bei Beplankungsplatten verbreitet, aber hier nicht zugesichert. Verbindlich nur, wenn sie in der Anfrage ausdrücklich verlangt und im Angebot bestätigt wird.

Mögliche Ausführungen: HRAK, HRK, AK, VK

Rohdichte
≥ 800 kg/m³ (Klassenanforderung D)
Brandverhalten
Laut Leistungserklärung

Euroklasse nach DIN EN 13501-1 laut DoP des angebotenen Produkts. Nicht mit Feuerwiderstand (Bauteil) verwechseln.

Hersteller und Fabrikat
Wird im Angebot benannt
Wärmeleitfähigkeit
Laut Leistungserklärung bzw. Datenblatt
Wasseraufnahme gesamt
≤ 10 % (Klassenanforderung H2)

Anforderung an die Gesamtwasseraufnahme für Typ H2. Der deklarierte Wert des Produkts steht in der DoP.

Gefuegezusammenhalt hohe temperaturen
verbessert (Klasse F)
  • Hersteller und Fabrikat
  • Kantenform
  • Flächengewicht und Gewicht je Platte
  • Brandverhalten (Euroklasse) laut DoP
  • Lieferbarkeit des Formats
  • Liefertermin und Lieferkosten

Normen und Nachweise

CE-Kennzeichnung
CE nach DIN EN 520; Leistungswerte je Hersteller-DoP
Systemanforderungen
Feuerwiderstand und Feuchtraumeignung sind Eigenschaften des Aufbaus: Feuerwiderstand über DIN 4102-4, abP oder aBG; Feuchteschutz über Abdichtung nach DIN 18534 im Herstellersystem.
Technische Nachweise
Leistungserklärung (Platte), technisches Datenblatt (Hersteller) und Systemnachweis (Aufbau) sind getrennte Unterlagen.
Produktnorm
DIN EN 520:2009-12 (DIN EN 520:2004+A1:2009)
Brandverhalten
Euroklasse laut Leistungserklärung des angebotenen Produkts – nicht pauschal zugesichert
Nationale Ergänzung
DIN 18180 (Arten und Anforderungen)
Wasseraufnahme H2 / DFH2
Typ H2/DFH2: Gesamtwasseraufnahme ≤ 10 % nach DIN EN 520; deklarierter Wert laut Leistungserklärung

Einsatz & Auswahlhilfe

Eignung prüfen, Bedarf planen und Ausführungen einordnen

Einsatz der gewählten Ausführung

Kombiplatte DFH2 in 12,5 mm für Brandschutz und Feuchte – beide Leistungen nur im geprüften System. 2000 × 1250 mm, 2,5 m².

Geeignet für

  • Wände und Vorsatzschalen in Bädern oder Küchen, die zugleich Brandschutzanforderungen haben
  • Installationsschächte und Schachtwände, wenn das System DFH2 vorsieht
  • Objekte wie Hotels oder Wohnanlagen mit Brandschutzkonzept und häuslich genutzten Bädern

Einsatzgrenzen

  • Keine pauschale Eignung für jedes Bad oder jedes Brandschutzbauteil – Systemnachweis und Feuchtebeanspruchung prüfen
  • Nicht wasserbeständig: im Spritzwasserbereich Abdichtung nach System
  • Nicht für W2-I/W3-I-Bereiche oder den Außenbereich

Anwendungen und Zielgruppen

  • Nichttragende Innenbeplankung von Metallständerwänden
  • Unterdecken und abgehängte Beplankungen auf CD/UD
  • Feuchte- oder brandschutzrelevante Innenaufbauten nach System
  • Fachbetriebe im Trockenbau
  • Sanierungen und Innenausbauten mit klarer Systemplanung
  • Private Innenausbauprojekte mit passender Verarbeitungskompetenz

Welche Ausführung passt zum Vorhaben?

Auswahl für Ihr Vorhaben

Typ H2 ersetzt keine Abdichtung; Brand- und Schallschutz benötigen einen Systemnachweis. Beim Schmalformat neben der Breite auch die Transportlänge prüfen.

Gipskartonplatten für Innenwände und Decken: Typ, Dicke und Format nach Einsatz, Systemaufbau und Transportweg wählen.

Trockene Innenwand oder -decke

Typ A, meist 12,5 mm; Format nach Raumhöhe und Zugang

Typ A ist die Standardplatte für trockene Innenräume.

Feuchte- und Brandschutzanforderungen separat prüfen.

Häuslicher Feuchtraum (Bad, Küche)

Typ H2 mit Abdichtung nach System (W0-I/W1-I)

H2 begrenzt die Gesamtwasseraufnahme auf höchstens 10 %.

Nicht wasserbeständig; W2-I nur mit Eignungsnachweis des Herstellers, nicht für W3-I.

Brandschutzanforderung

Typ DF oder DFH2 genau nach Systemnachweis; Dicke und Lagen laut Nachweis

D und F stehen für definierte Rohdichte und verbesserten Kernzusammenhalt bei hohen Temperaturen.

Feuerwiderstand ist eine Bauteileigenschaft – Nachweis des Gesamtaufbaus prüfen.

Enge Zugänge / Dachgeschoss

Für enge Treppenhäuser ein kürzeres Schmalformat, etwa 2000 × 600 mm, beim Händler prüfen. Die Auswahl oben zeigt nur verfügbare Katalogvarianten.

600 mm Breite erleichtert das Handling; 2 m Länge kann beim Transport um enge Treppenkurven günstiger sein als 2,6 m. Zugang und tatsächliche Transportmaße vor der Bestellung prüfen.

Keine Zusage zur Alleinmontage; mehr Längsfugen, Raster auf 600 mm abstimmen.

Decke im Bad

Typ H2, 12,5 mm; Unterkonstruktion nach System

Decken ohne planmäßiges Spritzwasser zählen zu W0-I; für Feuchträume werden imprägnierte Platten empfohlen.

Dachschräge über Dusche oder Wanne wie eine Wand behandeln und abdichten.

Wand wird gefliest

In der Regel zweilagig beplanken (z. B. 2 × 12,5 mm), im Bad Typ H2

Fliesen brauchen einen steifen, bewegungsarmen Untergrund.

Fliesengewicht und -format laut System; im Spritzwasserbereich zuerst abdichten.

Hänge-WC, Waschtisch, schwere Schränke

Lastabtragung über UA-Profile, Traversen oder Tragständer nach System

Ab 0,4 kN/m (bzw. 0,7 kN/m bei mindestens 18 mm Beplankung) reicht Dübeln in der Platte nicht mehr.

Traverse oder Tragständer vor dem Beplanken einbauen.

Ausführungen im Überblick

Typ
Typ A, Typ H2, Typ DF, Typ DFH2

Die Auswahl Typ bestimmt Einsatz und Systembezug.

Dicke
9,5 mm, 12,5 mm, 15 mm

Die Auswahl Dicke bestimmt Aufbau und Steifigkeit.

Format
2000 × 1250 mm, 2500 × 1250 mm, 2600 × 600 mm

Die Auswahl Format bestimmt Handling und Fläche je Platte.

Verarbeitung & Sicherheit

Verarbeitung planen, Hinweise beachten und Material richtig lagern

Planung und Verarbeitung

Auswahl & Planung in 5 Schritten

  1. Schritt 1 – Typ nach Anforderung wählen: A (trocken), H2 (Feuchte mit Abdichtung nach System), DF (Brandschutz im nachgewiesenen System) oder DFH2 (beides).
  2. Schritt 2 – Dicke nach Systemvorgabe festlegen: 12,5 mm ist üblich, 9,5 und 15 mm nur, wenn das System sie vorsieht.
  3. Schritt 3 – Format nach Raumhöhe, Zugang und Handling wählen: 2000 × 1250, 2500 × 1250 oder schmal 2600 × 600 mm.
  4. Schritt 4 – Unterkonstruktion, Schnellbauschrauben, Lagenzahl und Achsabstände aus der Systemunterlage übernehmen.
  5. Schritt 5 – Fugen je nach Kantenform und Spachtelsystem ausbilden; Kante und Spachtel-Eignung im Angebot bestätigen lassen.

Wichtige Hinweise

  • Nicht mit Gipsfaserplatten oder Gipsfaser-Schrauben gleichsetzen.
  • Typ H2 ist nicht wasserbeständig und ersetzt keine Abdichtung nach DIN 18534.
  • Feuerwiderstand nur mit Systemnachweis (DIN 4102-4, abP oder aBG) – nicht aus dem Plattentyp ableiten.
  • Kantenform (z. B. HRAK) und Spachtel-Eignung (Gipskarton statt Gipsfaser) im Angebot bestätigen.
  • Brandverhalten, Gewicht und Wärmeleitfähigkeit nur aus Leistungserklärung bzw. Datenblatt des angebotenen Fabrikats übernehmen.
  • Konsollasten über 0,4 kN/m (bzw. über 0,7 kN/m ab 18 mm Beplankung) nur über Traversen, UA-Profile oder Tragständer – vor dem Beplanken einplanen.
  • Nicht bei länger andauernder Luftfeuchte über 80 % beplanken; spachteln erst ab etwa +10 °C Raumtemperatur (DIN 18181).

Sicherheit, Lagerung und Entsorgung

Hinweis
Sicherheitsdatenblatt und DoP beim gewählten Fabrikat anfordern.
Zuschnitt
Typischerweise ritzen und brechen. Beim Sägen oder Schleifen Staub absaugen; für Calciumsulfat gilt der Arbeitsplatzgrenzwert für A-Staub nach TRGS 900.
Lagerung
Trocken und eben lagern, auf Paletten oder Lagerhölzern im Abstand von ca. 35 cm, nicht hochkant; vor Feuchte und Schlag schützen. Bei Lagerung im Gebäude Deckentragfähigkeit beachten (50 Platten 12,5 mm ≈ 5 kN/m²).
Entsorgung
Abfallschlüssel 17 08 02 (Baustoffe auf Gipsbasis). Bei Bau- und Abbruchmaßnahmen getrennt sammeln und verwerten (GewAbfV § 8); Recyclinganlagen trennen Karton und Gips. Kleinmengen nach kommunalen Vorgaben.

Häufige Fehler vermeiden

  • Gipskarton mit Gipsfaser verwechseln und falsche Schrauben bestellen
  • Typ H2 für wasserbeständig halten und die Abdichtung weglassen
  • Dicke ohne Systemvorgabe und Beplankungslagen wählen
  • Feuerwiderstand pauschal aus Typ DF ableiten statt aus dem Systemnachweis
  • Einmannplatte als Zusage für Alleinmontage verstehen
  • Gipsfaser-Fugenspachtel ungeprüft für Gipskarton verwenden
  • Festpreise erwarten statt regionaler Anfrage
  • Geflieste Wand einlagig beplanken, obwohl das System zwei Lagen vorsieht
  • Schwere Hängelasten ohne Traverse nur mit Hohlraumdübeln befestigen
  • Plattenstapel im Gebäude abstellen, ohne die Tragfähigkeit der Decke zu prüfen
  • Gipsreste mit Bauschutt mischen statt getrennt zu sammeln

Unterlagen

Häufige Fragen

Antworten zur Auswahl und wichtige Fachbegriffe

Häufige Fragen

Ist Gipskarton dasselbe wie Gipsfaser?

Nein. Gipskarton (DIN EN 520) hat einen Gipskern mit Kartonmantel. Gipsfaser (DIN EN 15283-2) ist homogen aus Gips und Fasern gepresst, meist fester und wird mit anderen Schrauben befestigt.

Diese Familie ist nur Gipskarton.

Welche Platte fürs Bad / Feuchtraum?

In häuslichen Bädern und Küchen mit geringer bis mäßiger Wassereinwirkung (W0-I und W1-I nach DIN 18534) wird Typ H2 eingesetzt, bei zusätzlicher Brandschutzanforderung Typ DFH2. H2 begrenzt die Wasseraufnahme (Gesamtwasseraufnahme höchstens 10 % nach DIN EN 520), ist aber nicht wasserbeständig. Wandflächen über der Badewanne und in der Dusche (W1-I) brauchen eine Abdichtung nach System auf der Platte, mindestens bis zur Oberkante der Fliesen.

Eine bodengleiche Dusche ohne wirksamen Spritzschutz und ohne ausreichend große Wasserablaufzone kann auch im Privatbad in W2-I fallen. Nach DIN 18534-1:2025-10 sind Gipsplatten in W2-I nur mit Eignungsnachweis des Herstellers zulässig; für W3-I, etwa Duschanlagen in Sport- und Gewerbestätten, sind sie nicht vorgesehen. Die Einstufung legt der Planer fest.

Wann Typ A, H2, DF oder DFH2?

Typ A: trockene Innenräume. Typ H2: begrenzte Wasseraufnahme für häusliche Feuchträume mit Abdichtung nach System. Typ DF: Wände, Decken und Bekleidungen mit Brandschutzanforderung im nachgewiesenen System.

Typ DFH2: Brandschutz- und Feuchteanforderung am selben Bauteil. Sonderplatten mit zusätzlichen Eigenschaften (z. B.

I für erhöhte Oberflächenhärte, R für erhöhte Festigkeit) gehören nicht zu dieser Auswahl. Die Eigenschaften der Platte stehen in der Leistungserklärung, die Leistung des Bauteils im Systemnachweis.

Unterschied Typ DF und Typ A?

Typ DF erfüllt zwei zusätzliche Anforderungen nach DIN EN 520: D steht für eine definierte Rohdichte (mindestens 800 kg/m³), F für einen verbesserten Gefügezusammenhalt des Gipskerns bei hohen Temperaturen. Typ A hat diese Anforderungen nicht. Eine Feuerwiderstandsdauer wie F30 oder F90 ergibt sich aber auch mit DF-Platten erst aus dem geprüften Wand- oder Deckensystem (DIN 4102-4, abP oder aBG), nicht allein aus dem Plattentyp.

Welche Dicke ist der Standard — 12,5 oder 15 mm?

12,5 mm ist der übliche Standard für Wand- und Deckenbeplankungen. 9,5 mm ist eine Sonderdicke, vor allem für Bekleidungen auf vorhandenem Untergrund; an Decken und Dachschrägen nur, wenn das gewählte System 9,5 mm ausdrücklich vorsieht. 15 mm bringt mehr Masse und Steifigkeit und wird gewählt, wenn ein System oder ein Brandschutznachweis 15 mm vorgibt. Eine bestimmte Schall- oder Brandschutzleistung folgt aus der Dicke allein nicht.

Was ist eine Einmannplatte?

Meist das schmale Format 2600 × 600 mm mit 1,56 m² je Platte. Es passt besser durch enge Zugänge und ist je Platte leichter als 1250 mm breite Formate derselben Ausführung, bleibt aber 2,6 m lang. Ob eine Person die Platte sicher allein montieren kann, hängt von Gewicht, Raumhöhe und Hilfsmitteln ab.

Die Unterkonstruktion muss zur Breite von 600 mm passen, und es entstehen mehr Längsfugen. Die Lieferbarkeit je Typ wird im Angebot geklärt.

Welches Format soll ich wählen?

2000 × 1250 mm (2,5 m²) und 2500 × 1250 mm (3,125 m²) sind die Kernformate. Die 2500 mm lange Platte deckt viele Raumhöhen bis ca. 2,5 m ohne Querstoß ab, ist aber schwerer und braucht einen passenden Transportweg. 2600 × 600 mm (1,56 m²) ist das schmale Einmann-Format. Fläche, Raumhöhe, Zugang und Handling entscheiden mit.

Welche Schrauben und welcher Abstand?

Für Gipskarton werden Schnellbauschrauben verwendet: Feingewinde (TN) für Metallprofile bis 0,7 mm Blechdicke, Grobgewinde für Holzunterkonstruktionen, Bohrspitze (TB) für dickere Bleche. Gipsfaser-Schrauben sind nicht vorgesehen. Schraubenlänge und Schraubenabstände hängen von Plattendicke, Lagenzahl, Unterkonstruktion und – bei Brandschutz – vom Nachweis ab.

Übernimm sie deshalb aus der Systemunterlage, nicht als pauschale Faustregel. Zur Orientierung ein verbreitetes Herstellerbeispiel für einlagige Beplankung mit 12,5 mm: Schraubenabstand an Decke und Dachschräge etwa 17 cm, an der Wand etwa 25 cm. Bei mehrlagiger Beplankung werden die unteren Lagen mit größeren Abständen befestigt; die genauen Werte stehen in der Systemunterlage.

Was bedeuten VK, AK, HRK und HRAK?

Die Längskante einer Gipsplatte ist herstellerabhängig. VK ist die volle Kante, vor allem für sichtbare oder nicht verspachtelte Fugen. AK ist die abgeflachte Kante; sie wird mit Bewehrungsstreifen verspachtelt.

HRK ist die halbrunde Kante; sie wird mit geeignetem Fugenspachtel ohne Bewehrungsstreifen verspachtelt. HRAK ist die halbrunde abgeflachte Kante; je nach Spachtelsystem wird sie ohne oder mit Bewehrungsstreifen verspachtelt. Schnittkanten und Mischfugen brauchen in der Regel einen Bewehrungsstreifen.

Welche Kante geliefert wird, bestätigt das Angebot; wer eine bestimmte Kante braucht, gibt sie in der Anfrage an.

Wie schneiden und lagern?

Zuschneiden typischerweise: Kartonseite ritzen, Platte brechen, Rückseitenkarton durchtrennen. Lagern: trocken und eben, auf Paletten oder auf Lagerhölzern im Abstand von etwa 35 cm. Hochkant gestellte Platten verformen sich; feucht gewordene Platten vor der Montage liegend austrocknen lassen.

Vor Feuchte, Schlag und Verwindung schützen. Verarbeitungsdetails und Untergrundvorbereitung nach Systemunterlage.

Leistungserklärung, Datenblatt, Systemnachweis – was ist was?

Die Leistungserklärung (DoP) des Herstellers nennt die nach DIN EN 520 erklärten Eigenschaften der Platte, etwa Typ, Brandverhalten (Euroklasse) und Wasseraufnahme; sie ist Grundlage der CE-Kennzeichnung. Das technische Datenblatt ergänzt Angaben wie Flächengewicht, Kantenform und Verarbeitung. Ob eine Wand oder Decke eine Feuerwiderstandsdauer erreicht, belegt dagegen der Nachweis für den gesamten Aufbau: DIN 4102-4, ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) oder eine allgemeine Bauartgenehmigung (aBG).

Für Schallschutzwerte gelten die geprüften Systemangaben. Alle Unterlagen gehören zum angebotenen Fabrikat.

Wie viel kann ich an eine Gipskartonwand hängen?

Metallständerwände und Vorsatzschalen sind nach DIN 18183-1 für Konsollasten ausgelegt, gerechnet je Meter Wandlänge. Leichte Lasten bis 0,4 kN/m (rund 40 kg/m), etwa Spiegel, Bilder oder Badschränke, darfst du an beliebiger Stelle mit geeigneten Hohlraum-, Gipsplatten-, Klapp- oder Kippdübeln befestigen. Bis 0,7 kN/m (rund 70 kg/m) gilt das nur, wenn die Beplankung mindestens 18 mm dick ist – eine einzelne Lage 12,5 mm reicht dafür nicht.

In beiden Fällen darf der Schwerpunkt der Last höchstens 30 cm vor der Wand liegen. Schwerere Lasten wie Hänge-WC, Waschtisch oder Boiler gehören an Traversen, UA-Profile oder Tragständer, die vor dem Beplanken eingebaut werden. Was ein einzelner Dübel trägt, steht in den Angaben des Dübelherstellers.

Kann ich auf Gipskarton fliesen – reicht eine Lage?

Gipsplatten sind ein üblicher Untergrund für Fliesen im Dünnbett. Damit die Wand steif genug ist, sehen die Systeme der Hersteller für geflieste Wände in der Regel zwei Lagen vor, zum Beispiel zweimal 12,5 mm bei 62,5 cm Ständerabstand. Wie schwer und wie groß die Fliesen sein dürfen, legt das System fest.

Ein Herstellerbeispiel nennt bis etwa 25 kg/m² Fliesengewicht und Formate bis 60 × 30 cm als unkritisch, auf frei stehenden Vorsatzschalen und geklebten Platten weniger (dort etwa 15 kg/m²); größere Formate klärst du mit dem Systemhersteller. Unter Fliesen reicht es, die Fugen zu füllen (Q1). Im Spritzwasserbereich kommt vorher die Abdichtung nach DIN 18534 auf die Platte.

Muss die Decke im Bad aus Feuchtraumplatten sein und abgedichtet werden?

Deckenflächen ohne planmäßiges Spritzwasser zählen zur Wassereinwirkungsklasse W0-I: Eine Abdichtung ist dort nicht nötig, eine wasserabweisende Beschichtung kann sinnvoll sein. Trifft Spritzwasser die Fläche planmäßig, etwa eine Dachschräge über Dusche oder Wanne, wird sie wie eine Wand behandelt und abgedichtet. In Räumen mit hoher Wassereinwirkung ist ab mehr als 3 m Deckenhöhe keine besondere Behandlung der Decke nötig.

Für Feuchträume der Klassen W0-I und W1-I empfiehlt der Branchenverband imprägnierte Platten – deshalb wird im Bad auch an der Decke meist Typ H2 verwendet.

Geht Gipskarton bei einer bodengleichen Dusche?

An den Wänden einer Dusche im Privatbad (W1-I) ja – mit imprägnierter Platte und Abdichtung nach System. Kritisch wird es, wenn Wasser am Boden steht: Ohne wirksamen Spritzschutz wie eine Duschwand und ohne ausreichend große Wasserablaufzone werden Wand- und Bodenflächen einer bodengleichen Dusche der Klasse W2-I zugeordnet. Nach DIN 18534-1:2025-10 sind Gipsplatten in W2-I nur zulässig, wenn der Hersteller die Eignung nachweist; die Metall-Unterkonstruktion braucht dort zudem einen höheren Korrosionsschutz (Kategorie C3).

Kläre System und Nachweis deshalb vorab mit dem Händler. Für Duschen ohne Spritzschutz wird ein Abstand von mindestens 1 m zwischen Duschkopf und Rand der Wasserablaufzone empfohlen.

Welcher Abstand der Unterkonstruktion an Decke und Wand?

Verbindlich ist das gewählte System bzw. die Montageanleitung des Herstellers. Zur Orientierung ein verbreitetes Herstellerbeispiel für 12,5-mm-Platten an der Decke, quer zur Unterkonstruktion verlegt: Achsabstand der Tragprofile oder Latten höchstens 50 cm. Damit jeder Querstoß auf einem Profil liegt, ergeben sich je nach Plattenlänge zum Beispiel 50 cm bei 2000 mm, 41,7 cm bei 2500 mm und 43,3 cm bei 2600 mm.

Grundprofile und Abhänger sitzen in diesem Beispiel höchstens alle 90 cm. An der Wand ist ein Ständerabstand von 62,5 cm verbreitet. Querstöße um mindestens 40 cm versetzen, keine Kreuzfugen.

Für 9,5 mm, schwere Einbauten und Brandschutzdecken gelten die Werte aus dem jeweiligen System.

Wie transportiere ich Gipskartonplatten?

Liegend und vollflächig unterstützt: Auf wenigen Auflagepunkten oder hochkant verformen sich die Platten, und vor Schlag sind vor allem die Kanten zu schützen. Miss vorher Ladefläche, Treppenhaus, Kurven und Dachluke: Die Formate 2000 × 1250 und 2500 × 1250 mm brauchen eine große Ladefläche, die Einmannplatte 2600 × 600 mm ist schmal, aber 2,6 m lang. Lange und dicke Platten trägst du besser zu zweit.

Für größere Mengen lohnt die Lieferung auf Palette – Zufahrt und Abladestelle gibst du dann in der Anfrage an.

Wann darf ich Gipskarton verarbeiten – was ist mit Feuchte und Temperatur?

Beplanke nicht bei länger andauernder Luftfeuchte über 80 %. Günstig sind 40 bis 80 % relative Luftfeuchte und Raumtemperaturen über +5 °C. Gespachtelt wird erst ab etwa +10 °C Raumtemperatur (DIN 18181) und wenn keine größeren Längenänderungen durch Feuchte oder Temperatur mehr zu erwarten sind.

Nach Putz- oder Estricharbeiten gründlich lüften. Räume nicht schockartig aufheizen und die Platten nicht direkt mit Heißluft anblasen, sonst drohen Risse. Auch nach der Montage vor längerer Feuchte schützen.

Kann ich Gipskartonplatten direkt an die Wand kleben?

Ja, als sogenannter Trockenputz: Die Platten werden mit Ansetzbinder (Gipskleber) direkt auf einen tragfähigen, trockenen Massivuntergrund wie Mauerwerk oder Beton geklebt, zum Beispiel um Wände zu begradigen. Den Untergrund vorher prüfen, lose Teile entfernen und je nach Saugfähigkeit grundieren. Wie groß Unebenheiten sein dürfen und wie der Kleber aufgetragen wird, steht in der Anleitung des Kleberherstellers.

An der Decke wird nicht geklebt, sondern an einer Unterkonstruktion geschraubt. Willst du die geklebte Wand fliesen, beachte die Grenzen für das Fliesengewicht aus dem System.

Was bedeuten Q1, Q2, Q3 und Q4 beim Spachteln?

Das sind die Qualitätsstufen der Verspachtelung. Q1 füllt Fugen und deckt Schraubköpfe ab – für Flächen ohne optische Anforderungen; unter Fliesen genügt das Füllen der Fugen. Q2 ist die Standardverspachtelung für übliche Wand- und Deckenflächen; im Streiflicht können sich Fugen trotzdem abzeichnen.

Q3 spachtelt die Fugen breiter aus und zieht die übrige Kartonoberfläche zum Porenverschluss scharf ab. Q4 überzieht die gesamte Fläche mit einer durchgehenden Spachtelschicht, etwa für glatte, glänzende Oberflächen. Steht im Auftrag nichts anderes, gilt Q2 als vereinbart – Begriffe wie „malerfertig“ sind dafür ungeeignet.

Wie entsorge ich Gipskartonreste?

Gipskartonplatten sind Baustoffe auf Gipsbasis mit dem Abfallschlüssel 17 08 02. Bei Bau- und Abbruchmaßnahmen sind sie nach der Gewerbeabfallverordnung getrennt von anderen Abfällen zu sammeln und zu verwerten; Recyclinganlagen trennen Karton und Gips und gewinnen den Gips zurück. Die Pflicht, die Getrenntsammlung zu dokumentieren, entfällt bei Maßnahmen mit insgesamt höchstens 10 m³ Abfall.

Kleinmengen nehmen je nach Kommune Wertstoffhöfe oder Entsorger an – frag vorher nach, ob Gips separat abgegeben werden muss. Reste trocken halten und nicht mit Bauschutt mischen.

Wie läuft die Lieferung auf die Baustelle – Palette, Kran, Etage?

Gipskartonplatten kommen palettiert und meist unverpackt, mit Ladungssicherungsbändern auf Mehrweg- oder Einwegpaletten. Wie viele Platten auf einer Palette liegen, hängt von Hersteller, Dicke und Format ab; ein Herstellerbeispiel nennt 50 Platten. Gib in der Anfrage Lieferadresse und Zufahrt (Lkw-Größe, Durchfahrtshöhe, Halteverbot), Abladeart (frei Bordsteinkante, Kran oder Etage), Etage und Aufzug, Wunschtermin und mögliche Teillieferungen an.

Was davon möglich ist – auch Mindestmengen und Palettenpfand – regelt das Angebot des Händlers. Achte bei der Lagerung im Gebäude auf die Decke: 50 Platten 12,5 mm belasten sie mit rund 5 kN/m² (etwa 500 kg/m²). Plattenstapel nur dort abstellen, wo die Decke das trägt.

Ist die grüne Platte die Feuchtraumplatte?

Meist ja: Imprägnierte Gipskartonplatten (Typ H2, national GKBI; mit Brandschutz DFH2, national GKFI) haben im Handel üblicherweise einen grünen Karton, Feuerschutzplatten erkennst du an der roten Beschriftung. Verlass dich aber nicht allein auf die Farbe – maßgeblich ist die Typangabe auf der Platte, im Lieferschein und in der Leistungserklärung. Grün heißt außerdem nicht wasserfest: Auch die imprägnierte Platte braucht im Spritzwasserbereich eine Abdichtung.

Wie schwer ist eine Gipskartonplatte?

Das hängt von Dicke, Typ und Fabrikat ab. Als Richtwert für 12,5 mm nennt der Branchenverband rund 10 kg/m², Datenblätter für Typ A und H2 nennen mindestens etwa 8,5 kg/m². Daraus ergeben sich grob: 2000 × 1250 mm (2,5 m²) rund 21 bis 25 kg, 2500 × 1250 mm (3,125 m²) rund 27 bis 31 kg, Einmannplatte 2600 × 600 mm (1,56 m²) rund 13 bis 16 kg.

Typ DF und DFH2 haben eine Rohdichte von mindestens 800 kg/m³, also mindestens 10 kg/m² bei 12,5 mm und 12 kg/m² bei 15 mm – eine 15-mm-Platte 2000 × 1250 mm wiegt damit mindestens 30 kg. 9,5 mm ist leichter, 15 mm Typ A schwerer; den genauen Wert nennt das Datenblatt des gelieferten Fabrikats.

Wie bekomme ich ein Angebot?

Baustoff PREISEVERGLEICHEN.DE ist eine Anfrageplattform: Du stellst eine unverbindliche Anfrage, regionale Händler antworten mit einem Angebot. Konditionen, Lieferung und Liefertermin nennt der Händler im Angebot.

Begriffe erklärt

Antworten zur Auswahl und wichtige Fachbegriffe

Begriffe erklärt

Typ A

Standard-Gipsplatte nach DIN EN 520 für trockene Innenräume (national oft GKB).

Typ H2

Gipsplatte mit begrenzter Wasseraufnahme: Gesamtwasseraufnahme höchstens 10 % nach DIN EN 520 (national oft GKBI). Nicht wasserbeständig.

Typ DF

D = definierte Rohdichte (mindestens 800 kg/m³), F = verbesserter Gefügezusammenhalt des Kerns bei hohen Temperaturen (national oft GKF).

Typ DFH2

Kombination aus D, F und H2 in einer Platte (national oft GKFI).

VK

Volle Kante – vor allem für sichtbare oder nicht verspachtelte Fugen.

AK

Abgeflachte Kante – wird mit Bewehrungsstreifen verspachtelt.

HRK

Halbrunde Kante – wird mit geeignetem Fugenspachtel ohne Bewehrungsstreifen verspachtelt.

HRAK

Halbrunde abgeflachte Kante – je nach Spachtelsystem ohne oder mit Bewehrungsstreifen verspachtelt.

Einmannplatte

Schmales Format, typisch 2600 × 600 mm: je Platte leichter, aber 2,6 m lang – keine Zusage zur Alleinmontage.

Leistungserklärung (DoP)

Erklärung des Herstellers zu den Eigenschaften der Platte nach DIN EN 520 (z. B. Typ, Brandverhalten); Grundlage der CE-Kennzeichnung.

Technisches Datenblatt

Angaben zum konkreten Produkt, etwa Flächengewicht, Kantenform und Verarbeitung.

Systemnachweis

Nachweis für den gesamten Wand- oder Deckenaufbau, z. B. DIN 4102-4, allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) oder allgemeine Bauartgenehmigung (aBG).

W0-I bis W3-I

Wassereinwirkungsklassen für Innenräume nach DIN 18534; imprägnierte Gipsplatten sind für W0-I und W1-I vorgesehen, in W2-I nur mit Eignungsnachweis des Herstellers (DIN 18534-1:2025-10), in W3-I nicht.

Q1 bis Q4

Qualitätsstufen der Verspachtelung nach IGG-Merkblatt 2: Q1 Grundverspachtelung, Q2 Standard, Q3 erhöhte Anforderungen mit Porenverschluss, Q4 vollflächige Spachtelschicht. Ohne Vereinbarung gilt Q2.

Trockenputz

Gipsplatten, die mit Ansetzbinder (Gipskleber) direkt auf einen tragfähigen Massivuntergrund geklebt werden – ohne Unterkonstruktion, nicht an der Decke.

Konsollast

Last, die an der Wand hängt und vor ihr auskragt (Schrank, Regal, WC). DIN 18183-1 unterscheidet leichte (bis 0,4 kN/m), erhöhte (bis 0,7 kN/m, Beplankung ab 18 mm) und schwere Konsollasten (über 0,7 kN/m, nur mit Traverse oder Tragständer).

Abfallschlüssel 17 08 02

Abfallschlüssel für Baustoffe auf Gipsbasis nach Abfallverzeichnis-Verordnung; auf Baustellen getrennt zu sammeln (GewAbfV § 8).

Grüne Platte

Umgangssprachlich für die imprägnierte Gipskartonplatte (Typ H2/GKBI, mit Brandschutz DFH2/GKFI), die im Handel meist einen grünen Karton hat. Maßgeblich ist die Typangabe, nicht die Farbe.

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