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2K-Bitumendickbeschichtung (30 l / 30 kg Hobbock)

2K-Bitumendickbeschichtung · 30 l / 30 kg Hobbock · DIN EN 15814, DIN 18533-3

Zweikomponentige, reaktiv schnell durchtrocknende, kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung (2K-PMBC mit Pulverkomponente, lösemittelfrei) nach DIN EN 15814 und DIN 18533-3 im 30-l- bzw. 30-kg-Kombigebinde. Zugelassen für alle Wassereinwirkungsklassen W1-E, W2.1-E (mäßig drückendes Wasser bis 3 m Eintauchtiefe, ≥ 4,0 mm Trockenschichtdicke mit Gewebeeinlage), W3-E und W4-E, für den Anschluss an WU-Beton sowie als druckfester Kleber für XPS-Perimeterdämmplatten.

Abdichtungssystem und Aufbau wählen 2K-Bitumendickbeschichtung (PMBC nach DIN EN 15814)
Abdichtungssystem und Aufbau
Gebindegröße wählen 30 l / 30 kg Hobbock (Standardgebinde PMBC)
Gebindegröße

Menge wählen

Gebinde
4 Gebinde

Produkt & technische Daten

Ausführung, Eigenschaften und Normen im Überblick

Technische Angaben

Wesentliche technische Daten, Eigenschaften und Anwendungsbereiche: 2K-Bitumendickbeschichtung (30 l / 30 kg Hobbock). Detaillierte Informationen finden Sie in den Abschnitten.

Normen
DIN EN 15814 (PMBC), DIN 18533-1 und DIN 18533-3; Prüfgrundsätze PG-FPD / PG-MDS / abP (bei 2K-Reaktivabdichtung)
Eigenschaften
Lösemittelfrei, hoch rissüberbrückend (≥ 2 mm), druckbelastbar (≥ 0,30 N/mm²), viele 2K-Systeme geprüft radondicht
Verbrauch (Richtwerte)
PMBC W1-E: ca. 3,3–4,5 l bzw. kg/m² · PMBC W2.1-E: ca. 4,4–5,5 l bzw. kg/m² · FPD: ca. 1,1–1,2 kg/m² je mm Trockenschicht · Voranstrich: ca. 0,10–0,30 l bzw. kg/m²
Verarbeitungstemperatur
+5 °C bis +30 °C
Wassereinwirkungsklassen
W1-E, W2.1-E, W3-E, W4-E (Trockenschicht ≥ 3,0 bzw. ≥ 4,0 mm)
Mindesttrockenschichtdicke
PMBC W1-E / W4-E: ≥ 3,0 mm (ca. 4 mm nass) · PMBC W2.1-E / W3-E: ≥ 4,0 mm (ca. 5 mm nass, mit Gewebe) · FPD: ≥ 2,0 mm (W1-E) bzw. ≥ 3,0 mm (W2.1-E)
Regenfest / Durchgetrocknet
1K-PMBC: regenfest ca. 5 h, belastbar ca. 2–4 Tage · 2K-PMBC: regenfest ca. 4 h, belastbar ca. 1–2 Tage · 2K-FPD: regenfest ca. 3–4 h, durchgetrocknet ca. 18 h
Kratzspachtelung & XPS-Klebung
Kratzspachtelung: ca. 1–2 l bzw. kg/m² · Perimeterplattenklebung: ca. 2–3 kg/m² (Punkt-Wulst) bzw. 3–4 kg/m² (vollflächig)
Gebindegröße
30 l / 30 kg Hobbock (Standardgebinde PMBC)
Abdichtungssystem und Aufbau
2K-Bitumendickbeschichtung (PMBC nach DIN EN 15814)
Norm
DIN EN 15814, DIN 18533-3
Gebindegewicht (kg)
30
Brandverhalten
E
Loesemittelfrei
Ja
Verbrauch (kg/m²)
4
Package weight kg
30
Verbrauch richtwert
W1-E: ca. 3,3–4,1 l/kg je m² · W2.1-E: ca. 4,4–5,5 l/kg je m²
0
2K-Bitumendickbeschichtung (PMBC nach DIN EN 15814)
1
30 l / 30 kg Kombigebinde
2
W1-E, W2.1-E, W3-E, W4-E (Trockenschicht ≥ 3,0 bzw. ≥ 4,0 mm)
3
W1-E: ca. 3,3–4,1 l/kg je m² · W2.1-E: ca. 4,4–5,5 l/kg je m²
4
lösemittelfrei (für XPS-Perimeterdämmung geeignet)
5
DIN EN 15814, DIN 18533-3
Anfrageeinheit
Gebinde
Alle 4 Abschnitte anzeigen →

Produktbeschreibung

Flüssig zu verarbeitende Dickbeschichtungen nach DIN 18533-3 bilden eine naht- und fugenlose, rissüberbrückende Bauwerksabdichtung für Kelleraußenwände, Streifenfundamente, Bodenplattenstirnseiten und Haussockel. Zugleich dienen die lösemittelfreien 1K-/2K-PMBC- und 2K-FPD-Systeme als Kleber für XPS-Perimeterdämmplatten. Sie wählen in zwei Stufen: zuerst das Abdichtungssystem (gebrauchsfertige 1K-PMBC für Bodenfeuchte W1-E/W4-E, reaktiv härtende 2K-PMBC nach DIN EN 15814 für W1-E bis W2.1-E, bitumenfreie, überputzbare 2K-Reaktivabdichtung FPD für Fläche und Sockel oder lösemittelfreien Bitumen-Voranstrich), danach die Gebindegröße (30 l/kg Hobbock, 20–25 kg Kombigebinde oder 5–10 l/kg Gebinde).

Vollständige Produktbeschreibung
  • 2K-Bitumendickbeschichtung · 30 l / 30 kg Kombigebinde
  • Einsatz: W1-E, W2.1-E, W3-E, W4-E (Trockenschicht ≥ 3,0 bzw. ≥ 4,0 mm)
  • Verbrauch: W1-E: ca. 3,3–4,1 l/kg je m² · W2.1-E: ca. 4,4–5,5 l/kg je m²

Material und Eigenschaften

Normen
DIN EN 15814 (PMBC), DIN 18533-1 und DIN 18533-3; Prüfgrundsätze PG-FPD / PG-MDS / abP (bei 2K-Reaktivabdichtung)
Eigenschaften
Lösemittelfrei, hoch rissüberbrückend (≥ 2 mm), druckbelastbar (≥ 0,30 N/mm²), viele 2K-Systeme geprüft radondicht
Verbrauch (Richtwerte)
PMBC W1-E: ca. 3,3–4,5 l bzw. kg/m² · PMBC W2.1-E: ca. 4,4–5,5 l bzw. kg/m² · FPD: ca. 1,1–1,2 kg/m² je mm Trockenschicht · Voranstrich: ca. 0,10–0,30 l bzw. kg/m²
Verarbeitungstemperatur
+5 °C bis +30 °C
Wassereinwirkungsklassen
W1.1-E, W1.2-E (Bodenfeuchte), W2.1-E (drückendes Wasser ≤ 3 m, bei 2K-PMBC/FPD), W3-E, W4-E (Sockel/Wandfuß)
Mindesttrockenschichtdicke
PMBC W1-E / W4-E: ≥ 3,0 mm (ca. 4 mm nass) · PMBC W2.1-E / W3-E: ≥ 4,0 mm (ca. 5 mm nass, mit Gewebe) · FPD: ≥ 2,0 mm (W1-E) bzw. ≥ 3,0 mm (W2.1-E)
Regenfest / Durchgetrocknet
1K-PMBC: regenfest ca. 5 h, belastbar ca. 2–4 Tage · 2K-PMBC: regenfest ca. 4 h, belastbar ca. 1–2 Tage · 2K-FPD: regenfest ca. 3–4 h, durchgetrocknet ca. 18 h
Kratzspachtelung & XPS-Klebung
Kratzspachtelung: ca. 1–2 l bzw. kg/m² · Perimeterplattenklebung: ca. 2–3 kg/m² (Punkt-Wulst) bzw. 3–4 kg/m² (vollflächig)

Gewählte Ausführung

Norm
DIN EN 15814, DIN 18533-3
Gebinde
30 l / 30 kg Hobbock (Standardgebinde PMBC)
Gebindegewicht (kg)
30
System typ
2K-Bitumendickbeschichtung (PMBC nach DIN EN 15814)
Brandverhalten
E
Verbrauch (kg/m²)
4
Package weight kg
30
Verbrauch richtwert
W1-E: ca. 3,3–4,1 l/kg je m² · W2.1-E: ca. 4,4–5,5 l/kg je m²
Wassereinwirkungsklassen
W1-E, W2.1-E, W3-E, W4-E (Trockenschicht ≥ 3,0 bzw. ≥ 4,0 mm)

Normen und Nachweise

CE-Kennzeichnung
CE-Kennzeichnung nach DIN EN 15814 (PMBC) bzw. Ü-Kennzeichnung nach abP (FPD)
Systemanforderungen
Bei W2.1-E (mäßig drückendes Wasser) ist eine Verstärkungseinlage (Gewebe) in die erste Schicht einzubetten und die Nassschichtdicke nach DIN 18533-3 zu protokollieren.
Technische Nachweise
Technisches Merkblatt, Leistungserklärung/abP und Ausführungsprotokoll nach DIN 18533-3 beachten.
Design standard
DIN 18533-1 und DIN 18533-3 (Ausführung, Schichtdickenkontrolle und Dokumentation)
Produktnorm
DIN EN 15814 (für 1K- und 2K-PMBC); allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) nach PG-FPD/MDS (für 2K-Reaktivabdichtung)
Brandverhalten
Euroklasse E

Einsatz & Auswahlhilfe

Eignung prüfen, Bedarf planen und Ausführungen einordnen

Anwendungen und Zielgruppen

  • Kelleraußenwand-Abdichtung (W1-E, W2.1-E)
  • Sockel- und Wandfußabdichtung (W4-E)
  • Verkleben von XPS-Perimeterdämmplatten
  • Kelleraußenwand- und Fundamentabdichtung nach DIN 18533 (W1-E, W2.1-E)
  • Sockel- und Fußpunktabdichtung (W4-E, mit überputzbarer 2K-FPD)
  • Verklebung von XPS-Perimeterdämmplatten (lösemittelfrei)
  • Horizontale Zwischenabdichtung unter Wänden und Anschluss an WU-Bodenplatten

Welche Ausführung passt zum Vorhaben?

Klassische Kellerwandabdichtung gegen Bodenfeuchte (W1-E) oder drückendes Wasser (W2.1-E)

2K-Bitumendickbeschichtung (30 l/kg Hobbock) + Bitumen-Voranstrich.

Schnelle reaktive Durchtrocknung in 1–2 Tagen, hohe Druckfestigkeit nach DIN EN 15814 und sichere XPS-Plattenverklebung.

Bei W2.1-E (≥ 4 mm Trockenschicht) Verstärkungsgewebe in die 1. Lage einarbeiten.

Sockelabdichtung (überputzbar), Sanierung auf Altbitumen oder schneller Bauablauf

2K-Reaktivabdichtung bitumenfrei (FPD, 20–25 kg Kombigebinde).

Trocknet in ca. 3–18 Stunden durch, ist UV-stabil, haftet ohne Voranstrich auf mattfeuchtem Untergrund und kann direkt verputzt werden.

Verbrauch ca. 1,1–1,2 kg/m² je mm Trockenschichtdicke einplanen.

Ausführungen im Überblick

Abdichtungssystem und Aufbau
1K-Bitumendickbeschichtung (PMBC nach DIN EN 15814), 2K-Bitumendickbeschichtung (PMBC nach DIN EN 15814), 2K-Reaktivabdichtung bitumenfrei (FPD / MDS), Bitumen-Voranstrich / Grundierung (lösemittelfrei)

Erst das Abdichtungssystem wählen: 1K- oder 2K-Bitumendickbeschichtung (PMBC nach DIN EN 15814), bitumenfreie 2K-Reaktivabdichtung (FPD) oder passenden Voranstrich.

Gebindegröße
30 l / 30 kg Hobbock (Standardgebinde PMBC), 20–25 kg Kombigebinde (Reaktivabdichtung FPD), 8,3–10 kg / 10 l Kleingebinde, 5 kg / 5 l Kanister (Voranstrich), 20–30 kg / 25 l Gebinde (Voranstrich)

Dann die Gebindegröße (30 l/kg Hobbock, 20–25 kg Kombigebinde oder 5–10 l/kg Kleingebinde) wählen.

Verarbeitung & Sicherheit

Verarbeitung planen, Hinweise beachten und Material richtig lagern

Planung und Verarbeitung

Ausführung der Bauwerksabdichtung mit PMBC und Reaktivabdichtung nach DIN 18533-3

  1. Schritt 1 – Wassereinwirkungsklasse (W1-E Bodenfeuchte, W2.1-E Stau-/Druckwasser ≤ 3 m, W4-E Sockel) prüfen und Systemtyp wählen.
  2. Schritt 2 – Untergrund säubern, Kanten brechen und am Wand-Bodenplatten-Übergang eine mineralische Hohlkehle (Radius r ≥ 4–5 cm) anarbeiten.
  3. Schritt 3 – Bei PMBC lösemittelfreien Bitumen-Voranstrich (ca. 0,15–0,25 l/m²) auftragen; Poren und Lunker mit einer Kratzspachtelung schließen.
  4. Schritt 4 – Abdichtung in mindestens zwei Arbeitsgängen mit Zahn- und Glättkelle (oder im Spritzverfahren) auftragen; bei W2.1-E Gewebeeinlage in die 1. Lage einbetten.
  5. Schritt 5 – Nassschichtdicke messen und protokollieren; nach vollständiger Durchtrocknung Schutzschicht (XPS-Perimeterdämmung oder 3-lagige Noppenbahn mit Gleitfolie) anbringen.

Werkzeuge und Hilfsmittel

  • Zahnkelle und Glättkelle
  • Maurerkelle (für Hohlkehle)
  • Rührwerk (für 2K-Systeme)
  • Quast / Rolle (für Voranstrich)

Wichtige Hinweise

  • Niemals PMBC ohne vorherige mineralische Hohlkehle dick in Innenecken spachteln (Gefahr von Schrumpf- und Durchtrocknungsrissen).
  • Keine einfache 1-lagige Noppenbahn ohne Gleitfolie direkt auf PMBC stellen – Punktlasten drücken die Beschichtung durch.
  • Nicht bei Regen, Frost (< +5 °C) oder praller Mittagssonne auf aufgeheizten Wänden verarbeiten.

Sicherheit, Lagerung und Entsorgung

Hinweis
Alle aufgeführten Systeme sind lösemittelfrei. Die Pulverkomponente von 2K-PMBC und 2K-FPD enthält Zement (reagiert alkalisch – Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen).
Zuschnitt
Nicht zutreffend (pastöse bzw. flüssige Gebindeware).
Lagerung
Frostfrei, kühl und trocken (+5 °C bis +30 °C) im ungeöffneten Originalgebinde lagern; vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
Entsorgung
Ausgehärtete Bitumenreste unter EWC 17 03 02, mineralische Reaktivreste unter 17 09 04 entsorgen; restentleerte Gebinde dem Recycling zuführen.

Häufige Fehler vermeiden

  • Nassschichtdicke mit Trockenschichtdicke verwechseln und dadurch die Mindestschichtdicke nach DIN 18533-3 unterschreiten
  • Bei drückendem Wasser (W2.1-E) die vollflächige Gewebeeinlage vergessen
  • Schwarze PMBC im sichtbaren Sockelbereich hochziehen und direkt verputzen wollen (dafür bitumenfreie FPD nutzen)
  • Baugrube verfüllen, bevor die Dickbeschichtung vollständig durchgetrocknet und durch XPS oder 3-lagige Noppenbahn geschützt ist
  • Festpreise erwarten statt regionale Angebote nach Menge und Lieferort zu vergleichen

Häufige Fragen

Antworten zur Auswahl und wichtige Fachbegriffe

Häufige Fragen

Worin unterscheiden sich 1K-PMBC, 2K-PMBC und 2K-Reaktivabdichtung (FPD)?

1) 1K-Bitumendickbeschichtung (PMBC nach DIN EN 15814) ist einkomponentig sofort gebrauchsfertig, trocknet physikalisch über Verdunstung (ca. 2–5 Tage) und wird vorrangig bei Bodenfeuchte (W1-E) und unter Wänden (W4-E) eingesetzt. 2) 2K-Bitumendickbeschichtung (PMBC nach DIN EN 15814) enthält eine reaktive Pulverkomponente: Sie trocknet auch bei kühler Witterung schnell durch (belastbar nach ca. 1–2 Tagen) und deckt W1-E, W2.1-E (mäßig drückendes Wasser bis 3 m), W3-E und W4-E ab. 3) Bitumenfreie 2K-Reaktivabdichtung (FPD / flexible mineralische Dickbeschichtung mit abP/ETA) vernetzt hydraulisch binnen ca. 3–18 Stunden, ist UV-beständig und kann am Haussockel direkt überputzt oder überstrichen werden.

Welche Schichtdicken und Verbrauchsmengen schreibt DIN 18533-3 für W1-E und W2.1-E vor?

Maßgeblich ist immer die Mindesttrockenschichtdicke (d_min): 1) Bei Bodenfeuchte und nicht drückendem Wasser (W1.1-E, W1.2-E sowie W4-E) fordert DIN 18533-3 für PMBC mindestens 3,0 mm Trockenschichtdicke (entspricht ca. 3,5–4,5 mm Nassschichtdicke bzw. ca. 3,3–4,5 l oder kg/m² in 2 Arbeitsgängen). Bei FPD-Reaktivabdichtungen liegt die Mindesttrockenschichtdicke bei 2,0 mm (Verbrauch ca. 2,2–2,5 kg/m²). 2) Bei aufstauendem Sickerwasser und mäßig drückendem Wasser bis 3 m Eintauchtiefe (W2.1-E sowie W3-E) sind bei PMBC mindestens 4,0 mm Trockenschichtdicke (ca. 4,5–5,5 mm nass bzw. ca. 4,4–5,5 l oder kg/m²) in zwei Lagen mit vollflächig eingebetteter Gewebeeinlage vorgeschrieben; bei FPD gelten 3,0 mm Trockenschichtdicke (ca. 3,3–3,7 kg/m²).

Wann muss eine Verstärkungs- bzw. Gewebeeinlage in die Dickbeschichtung eingebettet werden?

Nach DIN 18533-3 ist bei Wassereinwirkungsklasse W2.1-E (drückendes Wasser bis 3 m) und W3-E sowie an allen Kehlen, Kanten, Materialwechseln und Bewegungsfugen zwingend eine alkalibeständige Gewebeeinlage (bzw. ein Systemdichtband) in die erste frische Schicht einzuarbeiten. Die zweite Schicht folgt, sobald die erste Lage nicht mehr beschädigt wird.

Darf ich mit Bitumendickbeschichtung (PMBC) oder Reaktivabdichtung (FPD) XPS-Perimeterdämmplatten ankleben?

Ja, sofern das Produkt ausdrücklich lösemittelfrei ist! Alle hier geführten 1K-/2K-PMBC- und 2K-FPD-Systeme sind lösemittelfrei und eignen sich zum Verkleben von XPS-Perimeterdämmplatten an der Kelleraußenwand (bei W1-E im Punkt-Wulst-Verfahren mit ca. 1,5–3,0 kg/m², bei drückendem Wasser W2.1-E vollflächig mit ca. 3,0–4,0 kg/m² gegen Hinterlaufen). Lösemittelhaltige Bitumenprodukte dürfen niemals mit XPS kombiniert werden, da sie den Hartschaum auflösen.

Wie wird der Übergang zwischen Bodenplatte und Kellerwand (Hohlkehle) vorbereitet?

Vor dem Auftragen der PMBC müssen scharfe Kanten gebrochen und im Inneneck zwischen Bodenplatte/Fundamentabsatz und aufgehender Kellerwand eine mineralische Dichtungs-Hohlkehle aus wasserundurchlässigem Sperrmörtel mit einem Radius von mindestens 4 bis 5 cm angearbeitet werden. Dickbeschichtung darf niemals dick in die Kehle geschmiert werden, da sonst Schwindrisse entstehen. Auf offenporigen Steinen oder Stoßfugen wird zudem vorab eine Kratzspachtelung (ca. 1–2 l/kg je m²) ausgeführt, um Poren zu schließen.

Warum sollte im Sockelbereich über Geländeoberkante eine FPD-Reaktivabdichtung (oder Dichtschlämme) eingesetzt werden?

Schwarze Bitumendickbeschichtungen (PMBC) sind nicht UV-beständig und nehmen keinen mineralischen Sockelputz auf. Deshalb wird der sichtbare Sockelbereich (W4-E, von mind. 15 cm unter bis 30 cm über Geländeoberkante) mit einer UV-beständigen, überputz- und überstreichbaren 2K-Reaktivabdichtung (FPD) oder mineralischen Dichtschlämme abgedichtet, auf die die PMBC im erdberührten Bereich überlappt.

Muss der Untergrund vor dem Auftrag von PMBC grundiert werden?

Ja. Mineralische Untergründe (Beton, verputztes oder vollfugiges Mauerwerk) erhalten zur Staubbindung und Haftverbesserung einen lösemittelfreien Bitumen-Voranstrich (Verbrauch ca. 0,10 bis 0,30 l bzw. kg/m²). Erst wenn der Voranstrich abgetrocknet ist, folgt die Kratzspachtelung bzw. die erste Abdichtungslage.

Viele 2K-Reaktivabdichtungen (FPD) haften dagegen direkt auf mattfeuchtem mineralischem Untergrund sowie auf fest haftenden Altbitumen-Anstrichen.

Welche Noppenbahn darf vor einer PMBC-Kellerabdichtung eingebaut werden?

Nach DIN 18533 darf eine einfache 1-lagige HDPE-Noppenbahn nicht direkt auf eine weiche Bitumendickbeschichtung (PMBC) gestellt werden, weil sich die Noppen durch den Erddruck in die Abdichtung eindrücken. Vor PMBC gehört entweder eine druckfeste XPS-Perimeterdämmung oder eine 3-lagige Drän- und Schutzbahn mit Filtervlies und rückseitiger PE-Gleitfolie.

Wie wird die Schichtdicke auf der Baustelle kontrolliert und dokumentiert?

Nach DIN 18533-3 sind während der Ausführung mindestens 20 Nassschichtdickenmessungen je 100 m² Wandfläche (bzw. je Bauteilabschnitt) sowie eine Durchtrocknungsprüfung an einer Referenzprobe am Bauwerk durchzuführen und im Ausführungsprotokoll zu dokumentieren. Der Auftrag mit einer Zahnkelle (z. B. 6–8 mm Zahnung) und anschließendes Glattziehen erleichtert das Einhalten der Mindestschichtdicke.

Bei welchen Temperaturen dürfen PMBC und FPD verarbeitet werden?

Die Luft- und Untergrundtemperatur muss während der Verarbeitung und Durchtrocknung in der Regel zwischen +5 °C und +30 °C liegen. Frische Beschichtungen sind vor direkter Sonneneinstrahlung (Blasenbildung), Schlagregen und Frost zu schützen.

Warum sind einzelne Varianten als „Auf Anfrage“ gekennzeichnet?

Diese Ausführungen sind nur durch ein einzelnes Werk belegt oder werden im Fachhandel auftragsbezogen disponiert. Sie können die Variante regulär anfragen; Verfügbarkeit und Lieferzeit bestätigt das Angebot.

Warum stehen auf der Seite keine Festpreise?

Baustoffpreise im Roh-, Tief- und Holzbau hängen stark von Abnahmemenge, Palettierung, Frachtentfernung und Entladeart ab. Sie stellen Ihre Auswahl zusammen und erhalten ein konkretes regionales Angebot.

Begriffe erklärt

Antworten zur Auswahl und wichtige Fachbegriffe

Begriffe erklärt

PMBC

Polymer Modified Bituminous Thick Coatings – kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung nach DIN EN 15814 und DIN 18533-3.

FPD

Flexible polymermodifizierte Dickbeschichtung (bitumenfreie 2K-Reaktivabdichtung mit abP/ETA für Kellerwand, Sockel und Sanierung).

W1-E / W2.1-E / W4-E

Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18533: W1-E Bodenfeuchte, W2.1-E mäßig drückendes Wasser (≤ 3 m), W4-E Sockel- und Kapillarwasser.

Trockenschichtdicke (d_min)

Nach vollständiger Durchtrocknung verbleibende Mindestschichtdicke (PMBC: ≥ 3,0 mm bei W1-E, ≥ 4,0 mm bei W2.1-E).

Kratzspachtelung

Dünner Porenschlussauftrag (ca. 1–2 kg/m²) vor der eigentlichen Abdichtungslage, um Blasenbildung aus Untergrundporen zu verhindern.

Hohlkehle

Ausrundung (Radius r ≥ 4–5 cm) aus wasserundurchlässigem Sperrmörtel am Übergang zwischen Bodenplatte und Kelleraußenwand.

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