Trockenestrich Gipsfaser 18–20 mm + 10 mm Mineralwolle-Trittschalldämmung
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Trockenestrich Gipsfaser 18–20 mm + 10 mm Mineralwolle-Trittschalldämmung

30 mm (2 E 32) · 1500 × 500 mm (0,75 m²)

Trockenestrich-Element Gipsfaser 18–20 mm + 10 mm Mineralwolle-Trittschalldämmung (30 mm, 0,75 m²) nach DIN EN 15283-2 / DIN EN 14190 (Bauart 2 E 32 / EE 20 MW 10, Deckmaß 1.500 × 500 mm = 0,75 m² je Element) mit 50 mm umlaufendem Stufenfalz für den schwimmenden Fußbodenaufbau ohne Trocknungszeit. Gesamtdicke 30 mm, Flächengewicht ca. 25 kg/m² (ca. 18,8 kg je Element); Verklebung im Stufenfalz mit PU-Estrichkleber und Verschraubung mit Trockenestrich-Schrauben 3,9 × 19 mm.

Gipsfaser-Lastverteilschicht wählen 18–20 mm (z. B. 2 × 10 mm Gipsfaser)
Gipsfaser-Lastverteilschicht
Unterseitige Dämmstoffkaschierung wählen Mit 10 mm Mineralwolle-Trittschalldämmung (Gesamtdicke 30–35 mm)
Unterseitige Dämmstoffkaschierung

Menge wählen

Stk
20 Stk

Produkt & technische Daten

Ausführung, Eigenschaften und Normen im Überblick

Technische Angaben

Wesentliche technische Daten, Eigenschaften und Anwendungsbereiche: Trockenestrich Gipsfaser 18–20 mm + 10 mm Mineralwolle-Trittschalldämmung. Detaillierte Informationen finden Sie in den Abschnitten.

Normen
DIN EN 15283-2 (Gipsfaser GF-W1/W2 C1), DIN EN 14190 (Weiterverarbeitung), Ausführung in Anlehnung an DIN 18560-2
Aufbauhöhen
20 mm (2×10 mm ohne) · 25 mm (2×12,5 mm ohne) · 30/35 mm (mit 10 mm HF oder MW) · 40/50 mm (mit 20/30 mm EPS) · 45 mm (mit 20 mm MW)
Brandverhalten
A2-s1, d0
Flächengewicht
20 mm ohne: ca. 23–24 kg/m² · 25 mm ohne: ca. 29–30 kg/m² · 30 mm HF/MW: ca. 25–26 kg/m² · 40 mm EPS: ca. 23,5–25 kg/m²
Kantenausbildung
Umlaufender Stufenfalz 50 mm breit
Deckmaß (Nutzfläche)
1.500 × 500 mm = 0,75 m² je Element (Außenmaß inkl. Stufenfalz 1.550 × 550 mm)
Systemverbrauch je m²
ca. 1,333 Elemente/m² + ca. 15 Stück Estrichschrauben (19 bzw. 22 mm) + ca. 40–60 g PU-Estrichkleber
Begehbarkeit / Belegreife
nach Aushärtung des PU-Falzklebers (ca. 12 bis 24 Stunden bei +15 bis +20 °C)
Unterseitige Dämmstoffkaschierung
Mit 10 mm Mineralwolle-Trittschalldämmung (Gesamtdicke 30–35 mm)
Gipsfaser-Lastverteilschicht
18–20 mm (z. B. 2 × 10 mm Gipsfaser)
Norm
DIN EN 15283-2, DIN EN 14190
Format
1500 × 500 mm
Fläche je Platte (m²)
0,75
Flächengewicht (kg/m²)
25
Stufenfalz (mm)
50 mm
Deckflaeche m2
0,75
Gesamtdicke (mm)
30 mm
Gewicht kg stk
18,8
Fläche je Stück (m²)
0,75
Empfohlene schraube
3,9 × 19 mm
Flaeche pro platte m2
0,75
0
18–20 mm Gipsfaser + 10 mm Mineralwolle-Trittschalldämmung · Gesamtdicke 30 mm (2 E 32 / EE 20 MW 10)
1
1.500 × 500 mm = 0,75 m² Nutzfläche (Außenmaß 1.550 × 550 mm)
2
50 mm Stufenfalz · PU-Estrichkleber + Schrauben 3,9 × 19 mm
3
ca. 25 kg/m² (ca. 18,8 kg je Element)
4
Euroklasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1
5
DIN EN 15283-2 / DIN EN 14190
Anfrageeinheit
Stk
Alle 4 Abschnitte anzeigen →

Produktbeschreibung

Trockenestrich-Elemente aus Gipsfaser nach DIN EN 15283-2 und DIN EN 14190 ermöglichen den schnellen, trockenen Fußbodenaufbau im Neubau und in der Altbausanierung (insbesondere auf leichteren Holzbalkendecken). Jedes Element besitzt ein handliches Deckmaß von 1.500 × 500 mm (= 0,75 m²) mit einem 50 mm breiten umlaufenden Stufenfalz und ist bereits 12 bis 24 Stunden nach dem Verkleben und Verschrauben begeh- und belegreif. Sie wählen in zwei Stufen: zuerst die Dicke der Gipsfaser-Lastverteilschicht (18–20 mm für den Standard-Wohnbau oder 23–25 mm für höhere Einzellasten und Großformatfliesen), danach die unterseitige Kaschierung (ohne Dämmung, mit 10 mm Holzfaser, mit 10/20 mm Mineralwolle oder mit 20/30 mm EPS-Hartschaum).

Vollständige Produktbeschreibung
  • Deckmaß 1.500 × 500 mm (0,75 m²) · Gesamtdicke 30 mm
  • Aufbau: 18–20 mm Gipsfaser + 10 mm Mineralwolle-Trittschalldämmung · ca. 18,8 kg/Stk
  • Stufenfalz 50 mm (passende Schraube: 3,9 × 19 mm)

Material und Eigenschaften

Normen
DIN EN 15283-2 (Gipsfaser GF-W1/W2 C1), DIN EN 14190 (Weiterverarbeitung), Ausführung in Anlehnung an DIN 18560-2
Aufbauhöhen
20 mm (2×10 mm ohne) · 25 mm (2×12,5 mm ohne) · 30/35 mm (mit 10 mm HF oder MW) · 40/50 mm (mit 20/30 mm EPS) · 45 mm (mit 20 mm MW)
Brandverhalten
Ohne Dämmung & mit Mineralwolle: A2-s1, d0 (nichtbrennbar) · mit Holzfaser: Bfl-s1 / E · mit EPS: E
Flächengewicht
20 mm ohne: ca. 23–24 kg/m² · 25 mm ohne: ca. 29–30 kg/m² · 30 mm HF/MW: ca. 25–26 kg/m² · 40 mm EPS: ca. 23,5–25 kg/m²
Kantenausbildung
Umlaufender Stufenfalz 50 mm breit
Deckmaß (Nutzfläche)
1.500 × 500 mm = 0,75 m² je Element (Außenmaß inkl. Stufenfalz 1.550 × 550 mm)
Systemverbrauch je m²
ca. 1,333 Elemente/m² + ca. 15 Stück Estrichschrauben (19 bzw. 22 mm) + ca. 40–60 g PU-Estrichkleber
Begehbarkeit / Belegreife
nach Aushärtung des PU-Falzklebers (ca. 12 bis 24 Stunden bei +15 bis +20 °C)

Gewählte Ausführung

Norm
DIN EN 15283-2, DIN EN 14190
Format
1500 × 500 mm
Kaschierung
Mit 10 mm Mineralwolle-Trittschalldämmung (Gesamtdicke 30–35 mm)
Fläche je Einheit (m²)
0,75
Estrichdicke
18–20 mm (z. B. 2 × 10 mm Gipsfaser)
Fläche je Platte (m²)
0,75
Flächengewicht (kg/m²)
25
Stufenfalz (mm)
50 mm
Brandverhalten
A2-s1, d0
Deckflaeche m2
0,75
Gesamtdicke (mm)
30 mm
Gewicht kg stk
18,8
Fläche je Stück (m²)
0,75
Empfohlene schraube
3,9 × 19 mm
Flaeche pro platte m2
0,75

Normen und Nachweise

CE-Kennzeichnung
CE-Kennzeichnung nach DIN EN 15283-2 / DIN EN 14190
Systemanforderungen
Stufenfalz immer im System mit PU-Estrichkleber (Doppelraupe) und passend langen Trockenestrich-Schrauben (19 mm bei 20 mm Element, 22 mm bei 25 mm Element) verbinden.
Technische Nachweise
Produktdatenblatt und Verarbeitungsrichtlinie Fußboden (inkl. Punktlast- und Fliesenfreigaben) beachten.
Bemessungsnorm
DIN 18560-2 (Schwimmende Estriche) und DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau)
Produktnorm
DIN EN 15283-2 und DIN EN 14190 sowie allgemeine Bauartgenehmigung / ETA
Brandverhalten
Euroklasse A2-s1, d0 (unkaschiert und mit Mineralwolle) bzw. Bfl-s1 / E (mit Holzfaser / EPS)

Einsatz & Auswahlhilfe

Eignung prüfen, Bedarf planen und Ausführungen einordnen

Anwendungen und Zielgruppen

  • Altbausanierung und Holzbalkendecken
  • Schwimmender Wohnraum- und Büroestrich
  • Trittschall- und Wärmedämmböden ohne Trocknungszeit
  • Schwimmender Trockenestrich im Wohnungsbau und in der Altbausanierung
  • Fußbodenaufbau auf Holzbalkendecken mit geringem Flächengewicht
  • Trockenestrich über Warmwasser-Fußbodenheizungssystemen (unkaschierte 20/25-mm-Elemente)
  • Brand- und Trittschallschutzböden im Objekt- und Geschosswohnungsbau

Welche Ausführung passt zum Vorhaben?

Geringe Aufbauhöhe, Verlegung auf Ausgleichsschüttung oder über Fußbodenheizung

18–20 mm oder 23–25 mm ohne Kaschierung (Typ 2 E 11 / 2 E 22).

Niedrigste Aufbauhöhe ab 20 mm, bester Wärmedurchlass bei Fußbodenheizung und höchste Druckstabilität auf Schüttungen.

Passende Schraubenlänge (19 mm für 20 mm, 22 mm für 25 mm) und PU-Estrichkleber mitbestellen.

Verbesserter Trittschallschutz auf ebenen Massiv- oder Holzbalkendecken

18–20 mm + 10 mm Holzfaser (30 mm) oder + 10 mm Mineralwolle (30 mm).

Kombiniert Lastverteilplatte und Trittschalldämmung in einem Bauteil (Mineralwolle zudem nichtbrennbar A2-s1, d0).

Ebenen Untergrund sicherstellen; bei ungebundener Schüttung > 30 mm Systemaufbau beachten.

Ausführungen im Überblick

Gipsfaser-Lastverteilschicht
18–20 mm (z. B. 2 × 10 mm Gipsfaser), 23–25 mm (z. B. 2 × 12,5 mm Gipsfaser)

Erst die Dicke der Gipsfaser-Lastverteilschicht wählen (18–20 mm als Standard im Wohnbau oder 23–25 mm für höhere Einzellasten, Großformatfliesen und Gewerbebereiche).

Unterseitige Dämmstoffkaschierung
Ohne Kaschierung (reines Gipsfaserelement), Mit 10 mm Holzfaser-Dämmplatte (Gesamtdicke 30–35 mm), Mit 10 mm Mineralwolle-Trittschalldämmung (Gesamtdicke 30–35 mm), Mit 20 mm Mineralwolle-Dämmplatte (Gesamtdicke 45 mm), Mit 20 mm EPS-Hartschaum DEO (Gesamtdicke 40 mm), Mit 30 mm EPS-Hartschaum DEO (Gesamtdicke 50 mm)

Dann entscheiden, ob das Element ohne Kaschierung (z. B. über Fußbodenheizung oder separater Dämmung) oder mit werkseitig aufkaschierter Holzfaser, Mineralwolle bzw. EPS verlegt wird.

Verarbeitung & Sicherheit

Verarbeitung planen, Hinweise beachten und Material richtig lagern

Planung und Verarbeitung

Schwimmende Verlegung von Gipsfaser-Trockenestrich-Elementen

  1. Schritt 1 – Untergrund vorbereiten: Auf Massivdecken ≥ 0,2 mm PE-Folie (auf Holzbalkendecken diffusionsoffenes Rieselschutzvlies) auslegen; umlaufenden Randdämmstreifen (≥ 10 mm) an allen Wänden stellen.
  2. Schritt 2 – Bei Unebenheiten ab 10 mm mineralische Ausgleichsschüttung einbringen und über Abziehlehren planeben abziehen.
  3. Schritt 3 – Verlegung in einer Raumecke beginnen (überstehende Falzunterlagen an den Wandseiten vorher absägen); Elemente im schleppenden Verband mit ≥ 20 cm Fugenversatz verlegen.
  4. Schritt 4 – Auf den 50 mm breiten Stufenfalz zwei parallele Klebeschnüre PU-Estrichkleber auftragen, nächstes Element einlegen, mit dem eigenen Körpergewicht belasten und sofort mit Trockenestrich-Schrauben (19 mm bei 20er, 22 mm bei 25er Element, Abstand ≤ 15–25 cm) verschrauben.
  5. Schritt 5 – Nach Aushärtung des Klebers (ca. 12–24 Std.) ausgetretene Kleberreste mit dem Spachtel abstoßen, Schraubköpfe/Fugen bei Bedarf überspachteln und Fläche grundieren.

Werkzeuge und Hilfsmittel

  • Handkreissäge mit Führungsschiene und Staubabsaugung
  • Trockenbauschrauber
  • Alu-Richtlatte und Wasserwaage
  • Breiter Abstoßspachtel und Glättkelle

Wichtige Hinweise

  • Unbedingt die richtige Schraubenlänge wählen: 3,9 × 19 mm für 20 mm Elemente, 3,9 × 22 mm für 25 mm Elemente – längere Schrauben durchbohren den Falz!
  • Den Stufenfalz innerhalb von 10 Minuten nach Kleberauftrag unter Belastung mit dem Körpergewicht verschrauben, sonst drückt der aufschäumende PU-Kleber die Fuge hoch.
  • Kreuzfugen sind unzulässig; an Türdurchgängen Fugenversatz einhalten oder Dehnungsfuge anordnen.

Sicherheit, Lagerung und Entsorgung

Hinweis
Beim Zuschneiden mit Handkreissäge oder Stichsäge Staubabsaugung und FFP2-Maske verwenden. Bei der Verarbeitung von PU-Estrichkleber Schutzhandschuhe tragen.
Zuschnitt
Mit Handkreissäge / Tauchsäge (hartmetallbestücktes Sägeblatt) und Führungsschiene staubarm zuschneiden.
Lagerung
Flach liegend auf ebener Palette im trockenen Innenraum lagern; vor Feuchtigkeit und Kantenbeschädigung am Stufenfalz schützen.
Entsorgung
Unkaschierte Gipsfaserreste unter 17 08 02, Verbundelemente mit Dämmstoff unter 17 09 04 entsorgen.

Häufige Fehler vermeiden

  • Falsche Schraubenlänge (z. B. 30 mm statt 19 mm) in den Stufenfalz schrauben und dadurch die untere Platte durchbohren
  • Elemente beim Verschrauben nicht mit dem Körpergewicht belasten, sodass ein Höhenversatz an der Fuge entsteht
  • Auf Holzbalkendecken eine dampfdichte PE-Folie statt eines diffusionsoffenen Rieselschutzvlieses unter der Schüttung verlegen
  • Randdämmstreifen vergessen oder vor dem Verlegen des Oberbelags zu früh abschneiden
  • Festpreise erwarten statt regionale Angebote nach Menge und Lieferort zu vergleichen

Häufige Fragen

Antworten zur Auswahl und wichtige Fachbegriffe

Häufige Fragen

Wie ist ein Gipsfaser-Trockenestrichelement aufgebaut und welches Deckmaß hat eine Platte?

Klassische Trockenestrich-Elemente bestehen aus zwei werkseitig um 50 mm versetzt miteinander verbundenen Gipsfaserplatten (2 × 10 mm = 20 mm oder 2 × 12,5 mm = 25 mm nach DIN EN 15283-2 / DIN EN 14190; alternativ als monolithisches 18-/23-mm-Fräselement). Durch den Plattenversatz entsteht ein umlaufender, 50 mm breiter Stufenfalz. Das Standard-Deckmaß beträgt 1.500 × 500 mm, was exakt 0,75 m² Verlegefläche pro Element entspricht (4 Elemente = 3,00 m²).

Wann wähle ich 18–20 mm und wann 23–25 mm Gipsfaser-Schichtdicke?

Elemente mit 18–20 mm Gipsfaser (Typ 2 E 11 / EE 20) sind der bewährte Standard im Wohnungsbau und bei der Altbausanierung mit geringer Aufbauhöhe (Punktlast i. d. R. bis 1,0–2,0 kN je nach Unterbau). Die verstärkte 23–25-mm-Ausführung (Typ 2 E 22 / EE 25 aus 2 × 12,5 mm Gipsfaser) bietet eine deutlich höhere Biegesteifigkeit für Büros, Flure, höhere Einzellasten (bis 2,0–3,0 kN), Stuhlrollenbelastung, großformatige Keramikfliesen oder auf höheren Ausgleichsschüttungen.

Welche Dämmstoffkaschierung (Holzfaser, Mineralwolle, EPS oder ohne) passt zu meinem Untergrund?

1) Ohne Kaschierung (20 / 25 mm): Für geringste Aufbauhöhen, über Warmwasser-Fußbodenheizungen oder wenn separate Dämmplatten verlegt werden. 2) Mit 10 mm Holzfaser (30 / 35 mm): Sehr guter Trittschallschutz im Wohnbau und bei der Sanierung von Holzbalkendecken. 3) Mit 10 oder 20 mm Mineralwolle (30 / 45 mm): Nichtbrennbarer Systemaufbau (A2-s1, d0) mit hohem Trittschall- und Brandschutz (F60/F90 von oben). 4) Mit 20 oder 30 mm EPS-Hartschaum (40 / 50 mm): Für effektive Wärmedämmung auf ebenen Massivdecken.

Wie werden die Trockenestrich-Elemente im Stufenfalz verklebt und verschraubt?

Die Elemente werden schwimmend im schleppenden Verband (Fugenversatz ≥ 20 cm, keine Kreuzfugen!) verlegt. Auf den staubfreien 50-mm-Stufenfalz werden mit der Doppeldüse der 1-kg-Kleberflasche (`fugenspachtel`, Verbrauch ca. 40–60 g/m²) zwei parallele Klebstoffschnüre aufgetragen. Das Nachbarelement wird eingelegt, mit dem eigenen Körpergewicht belastet und sofort innerhalb von 10 Minuten mit den exakt abgestimmten Trockenestrich-Schrauben (`gipsfaser-schrauben`: 3,9 × 19 mm bei 20 mm Gipsfaser bzw. 3,9 × 22 mm bei 25 mm Gipsfaser, Abstand ≤ 15–25 cm, ca. 15 Stück/m²) im Stufenfalz verschraubt.

Warum darf bei einem 20-mm-Element keinesfalls eine 22-mm- oder 30-mm-Schraube in den Falz geschraubt werden?

Wird im Stufenfalz eines 20 mm dicken Elements eine zu lange Schraube eingedreht, durchstößt die Schraubenspitze die untere Gipsfaserplatte! Dadurch drückt sich das obere Element nach oben (Hohllage), die PE-Folie oder Fußbodenheizung wird beschädigt oder es entsteht eine direkte Schallbrücke zum Rohboden. Deshalb gilt strikt: 19 mm Schraubenlänge für 20 mm Gipsfaser (bzw. 17 mm bei 18 mm Monoblock), 22 mm Schraubenlänge für 25 mm Gipsfaser.

Ab wann ist der verlegte Trockenestrich begehbar und belegreif für Fliesen, Parkett oder Vinyl?

Im Gegensatz zu Nassestrichen wird keine Baufeuchte eingebracht. Sobald der PU-Estrichkleber im Stufenfalz ausgehärtet ist (in der Regel nach ca. 12 bis 24 Stunden bei +15 bis +20 °C), kann der ausgetretene Kleber mit dem Spachtel abgestoßen, die Fläche bei Bedarf fein gespachtelt bzw. mit Tiefengrund LF grundiert und direkt mit Fliesen, Parkett, Laminat, Teppich oder Designbelag belegt werden.

Wie gleiche ich einen unebenen Rohboden oder Rohrleitungen unter dem Trockenestrich aus?

Kleinere Unebenheiten bis ca. 10–15 mm werden mit einer selbstverlaufenden Boden-Ausgleichsmasse egalisiert. Bei Unebenheiten und Schütthöhen ab 10 mm bis 60 mm (bzw. bis 100 mm) wird eine trockene mineralische Ausgleichsschüttung (`ausgleichsschuettung-trockenestrich`, 50-l-Sack) über Abziehlehren plan abgezogen. Wichtig: Kaschierte Elemente mit weicher Mineralwolle, EPS oder Holzfaser dürfen auf höheren ungebundenen Schüttungen nur nach Systemfreigabe (oft mit Lastverteil-/Abdeckplatte über der Schüttung) verlegt werden, damit die Stufenfalze beim Begehen nicht einsinken.

Wann muss unter dem Trockenestrich eine PE-Folie oder ein Rieselschutzvlies ausgelegt werden?

1) Auf Massivdecken (Beton) wird als Trenn- und Dampfbremsschicht gegen Restbaufeuchte eine ≥ 0,2 mm dicke PE-Baufolie (`pe-baufolie-trennlage`) mit mindestens 20 cm Stoßüberlappung ausgelegt und an den Wänden bis Oberkante Randdämmstreifen hochgezogen. 2) Auf Holzbalkendecken mit Dielenboden darf niemals eine dampfdichte PE-Folie unter der Ausgleichsschüttung verlegt werden (Schwitzwasser- und Fäulnisgefahr im Holz!) – hier wird ein diffusionsoffenes Rieselschutzvlies bzw. Natronkraftpapier ausgelegt.

Warum ist der umlaufende Randdämmstreifen zwingend erforderlich?

Trockenestrich wird als „schwimmender Estrich“ (in Anlehnung an DIN 18560-2) verlegt und darf an keiner Stelle Kontakt zu Wänden, Türzargen, Säulen oder Heizungsrohren haben. Ein umlaufender Randdämmstreifen (`randdämmstreifen-estrich`, mind. 8–10 mm dick aus Mineralwolle oder PE-Schaum) verhindert Schallbrücken in die Wände und angrenzenden Räume.

Wie berechne ich die benötigte Stückzahl an Trockenestrich-Elementen?

Da jedes Element 1.500 × 500 mm = 0,75 m² Deckfläche hat, teilen Sie Ihre Raumfläche inklusive ca. 5 bis 8 % Verschnitt durch 0,75 m² (Faustformel: Raumfläche × 1,333 × 1,05 = Anzahl Elemente in Stück). Planen Sie zusätzlich pro Quadratmeter ca. 15 Trockenestrich-Schrauben und ca. 40–60 g PU-Estrichkleber (1 Flasche à 1 kg reicht für ca. 17–22 m²) ein.

Warum sind einzelne Varianten als „Auf Anfrage“ gekennzeichnet?

Diese Ausführungen sind nur durch ein einzelnes Werk belegt oder werden im Fachhandel auftragsbezogen disponiert. Sie können die Variante regulär anfragen; Verfügbarkeit und Lieferzeit bestätigt das Angebot.

Warum stehen auf der Seite keine Festpreise?

Baustoffpreise im Trocken- und Innenausbau hängen stark von Abnahmemenge, Palettierung, Frachtentfernung und Entladeart ab. Sie stellen Ihre Auswahl zusammen und erhalten ein konkretes regionales Angebot.

Begriffe erklärt

Antworten zur Auswahl und wichtige Fachbegriffe

Begriffe erklärt

Stufenfalz (50 mm)

Werkseitig um 50 mm versetzte Kantenausbildung der beiden Gipsfaserlagen zur vollflächigen Verklebung und Verschraubung der Elementstöße.

Deckmaß 1500 × 500 mm (0,75 m²)

Nutzbare Verlegefläche eines Trockenestrich-Elements nach Abzug des 50 mm breiten Stufenfalzes (Außenmaß 1550 × 550 mm).

Typ 2 E 11 / 2 E 22

Klassische Kurzbezeichnung für unkaschierte Gipsfaser-Estrichelemente: 2 E 11 = 2 × 10 mm (20 mm), 2 E 22 = 2 × 12,5 mm (25 mm).

Typ 2 E 31 / 2 E 32 / 2 E 13

Kurzbezeichnungen für kaschierte Elemente: 2 E 31 = 20 mm GF + 10 mm Holzfaser; 2 E 32 = 20 mm GF + 10 mm Mineralwolle; 2 E 13 = 20 mm GF + 20 mm EPS.

Schleppender Verband

Verlegeart, bei der mit dem abgeschnittenen Reststück einer Reihe die nächste Reihe begonnen wird (Fugenversatz ≥ 20 cm).

Schwimmende Verlegung

Vom Untergrund und allen aufgehenden Wänden durch Dämmung und Randdämmstreifen akustisch entkoppelte Bodenkonstruktion.

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