Wandbekleidung (Trockenputz) ganzer Räume oder Etagen
25 kg / 30 kg Sack (Standardgebinde, 40 Sack/Palette) + Tiefengrund LF.
Wirtschaftliches Hauptgebinde mit ca. 5 bis 6 m² Reichweite pro Sack.
Saugendes Mauerwerk zwingend vorab grundieren.

DIN EN 14496 · 25 kg / 30 kg Sack · Euroklasse A1
Ansetzbinder / Ansetzgips nach DIN EN 14496 im 20-kg- und 25-/30-kg-Sack zum direkten Ankleben von Gipskarton-, Gipsfaser- und Verbundplatten als Trockenputz.
Ausführung, Eigenschaften und Normen im Überblick
Wesentliche technische Daten, Eigenschaften und Anwendungsbereiche: Ansetzbinder / Ansetzgips für Trockenputz. Detaillierte Informationen finden Sie in den Abschnitten.
Ansetzbinder (Ansetzgips nach DIN EN 14496) ist der Spezialmörtel für die wirtschaftliche Herstellung von Trockenputz und direkt angesetzten Vorsatzschalen nach DIN 18181. Mit den standfesten Mörtelbatzen werden Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten und wärmedämmende Verbundplatten ohne Ständerwerk direkt an Mauerwerk oder vorbereiteten Beton geklebt, wobei Wandunebenheiten bis 20 mm in einem Arbeitsgang ausgeglichen werden. Sie wählen zwischen dem handlichen 20-kg-Sack und dem klassischen 25- bzw. 30-kg-Standardgebinde.
Wichtig: Stark saugendes Mauerwerk vorab mit Tiefengrund LF grundieren; für die anschließende Fugenverspachtelung separaten Fugenspachtel nach DIN EN 13963 verwenden.
Eignung prüfen, Bedarf planen und Ausführungen einordnen
25 kg / 30 kg Sack (Standardgebinde, 40 Sack/Palette) + Tiefengrund LF.
Wirtschaftliches Hauptgebinde mit ca. 5 bis 6 m² Reichweite pro Sack.
Saugendes Mauerwerk zwingend vorab grundieren.
20 kg Sack (reicht für ca. 4 bis 5 m² Wandfläche).
Leichteres 20-kg-Gebinde für rückenschonendes Tragen und kleinere Anmischmengen.
Saubere Anmischgefäße ohne alte Gipsreste verwenden.
Sackgröße nach Projektfläche und Handhabung wählen (Richtwert Verbrauch: ca. 4,0 bis 6,0 kg/m² Wandfläche je nach Untergrundebenheit).
Verarbeitung planen, Hinweise beachten und Material richtig lagern
Antworten zur Auswahl und wichtige Fachbegriffe
Ansetzbinder nach DIN EN 14496 ist ein auf hohe Standfestigkeit und Haftkraft eingestellter Gips-Klebemörtel. Damit werden Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten oder kaschierte Verbundplatten ohne Metall- oder Holzunterkonstruktion im Batzenverfahren direkt an tragfähige Massivwände (Mauerwerk, Beton) geklebt („Trockenputz“ nach DIN 18181). Zum anschließenden Verspachteln der Plattenfugen darf Ansetzbinder nicht verwendet werden, da er zu grob ist und sich nicht auf Null ausziehen lässt – für die Fugen nutzen Sie `gipskarton-fugenspachtel` bzw. `fugenspachtel`.
Je nach Unebenheit der Rohwand liegt der Verbrauch im Batzenverfahren bei ca. 3,5 bis 6,0 kg/m² (Mittelwert ca. 4,5–5,0 kg/m²). Ein 20-kg-Sack reicht damit für rund 4 bis 5 m², ein 25-/30-kg-Sack für rund 5 bis 6 m² Wandfläche.
Der Untergrund muss tragfähig, trocken, staub- und schalölfrei sein. 1) Stark saugende Untergründe (Porenbeton, Ziegel, Kalksandstein) müssen vorab zwingend mit Tiefengrund LF (`tiefengrund-grundierung`) oder einer Aufbrennsperre grundiert werden, damit das Anmachwasser nicht aus dem Ansetzgips gesaugt wird. 2) Glatte, nicht saugende Betonflächen benötigen eine quarzgefüllte Betonkontakt-Haftbrücke.
Der pastensteif angerührte Ansetzbinder wird mit der Kelle in Batzen von ca. 10 cm Durchmesser auf die Plattenrückseite (oder die Wand) gesetzt. Der Mittenabstand der Batzen beträgt bei Plattendicken ab 12,5 mm maximal 35 bis 40 cm (bei 10 mm dünnen Platten maximal 30 cm). Bis zu 20 mm Wandunebenheit lassen sich direkt über die Batzendicke ausgleichen; bei Unebenheiten über 20 mm werden vorab Gipsplattenstreifen als Unterlage angesetzt.
An Tür- und Fensterlaibungen, an Fußleisten- und Deckenanschlüssen, im Bereich von Waschbecken, Konsolen, Elektro-Unterputzdosen sowie an Schornsteinwangen und Brandschutzanschlüssen wird der Ansetzbinder streifenförmig bzw. vollflächig hinterfüttert.
Das Pulver wird in sauberes, kaltes Leitungswasser eingestreut (ca. 12–15 Liter Wasser je 20–25 kg bzw. ca. 18,5 Liter je 30 kg), rund 3 bis 5 Minuten sumpfen gelassen und anschließend zu einer standfesten, klumpenfreien Paste verrührt. Die Verarbeitungszeit beträgt ab dem Einstreuen ca. 45 bis 60 Minuten. Bereits ansteifendes Material darf keinesfalls mit Wasser „verlängert“ werden (massiver Haftverlust!).
Ja. Damit der Ansetzbinder hinter der Platte gleichmäßig abbinden und austrocknen kann und um Schallbrücken zum Rohboden zu vermeiden, werden die Platten beim Ansetzen auf ca. 10 bis 15 mm hohe Unterlegkeile gestellt (ca. 10 mm Bodenfuge und ca. 5 mm Deckenfuge). Nach dem Erhärten der Batzen werden die Keile wieder entfernt.
Ja, Ansetzbinder nach DIN EN 14496 ist für das Ansetzen von Gipskarton-Verbundplatten zugelassen. Bei Kaschierungen aus Mineralfaserdämmplatten wird die Dämmstoffrückseite im Bereich der Batzen vorab dünn mit Ansetzbinder vorgespachtelt (Kontaktspachtelung), um die Haftung sicherzustellen.
Die Raum-, Material- und Untergrundtemperatur darf während der Verarbeitung und des Abbindens +5 °C nicht unterschreiten.
Trocken, kühl und auf Holzrost vor Bodenfeuchte geschützt gelagert, beträgt die Mindesthaltbarkeit im ungeöffneten Originalsack in der Regel 6 Monate (angebrochene Säcke gut verschließen und innerhalb von 3 Monaten verbrauchen).
Diese Ausführungen sind nur durch ein einzelnes Werk belegt oder werden im Fachhandel auftragsbezogen disponiert. Sie können die Variante regulär anfragen; Verfügbarkeit und Lieferzeit bestätigt das Angebot.
Baustoffpreise im Trocken- und Innenausbau hängen stark von Abnahmemenge, Palettierung, Frachtentfernung und Entladeart ab. Sie stellen Ihre Auswahl zusammen und erhalten ein konkretes regionales Angebot.
Antworten zur Auswahl und wichtige Fachbegriffe
Europäische Produktnorm für Gipsbinder und Gips-Trockenmörtel zum Ansetzen von Gipsplatten und Verbundplatten.
Direktes Ankleben von raumhohen Gipsplatten an Massivwände mit Ansetzbinder (ohne Ständerwerk).
Punktueller Auftrag von ca. 10 cm großen Mörtelbatzen im Raster von 30 bis 40 cm zum Ausgleich von Wandunebenheiten bis 20 mm.
Ruhezeit (ca. 3–5 Minuten) nach dem Einstreuen des Pulvers ins Wasser vor dem Durchrühren.
Dünnes Vorspachteln auf Faserdämmstoffen vor dem Setzen des eigentlichen Ansetzbatzens.
Offenzeit vom Einstreuen bis zum Beginn des Abbindens, innerhalb derer die Platten angesetzt und mit der Richtlatte ausgerichtet sein müssen.