Bewehrung rödeln: Rollenware mit der Monierzange verarbeiten
Rollenware richtig ablängen und verdrillen. Werkzeug, Bindestellen, Drahtenden und Betondeckung bei der manuellen Bewehrungsfixierung beachten.

Wozu die Drahtbindung dient
Bindedraht hält vorgesehene Bewehrungsstäbe und Matten während der Montage und des Betonierens in Position. Er stellt keine pauschal statisch tragfähige Stabverbindung her und ersetzt weder Abstandhalter noch die Unterstützung einer oberen Lage.
Das Ausführungskonzept legt fest, welche Stellen und Anordnungen zu sichern sind. Eine ausreichende Fixierung muss zum Aufbau und zu den Beanspruchungen während der weiteren Arbeiten passen.
Werkzeug zur Lieferform auswählen
Weicher Draht von der Rolle wird mit einer geeigneten Monierzange abgeschnitten und verdrillt. Eine längere Zange ist nicht automatisch für jeden Draht oder eine höhere Schneidleistung zugelassen.
Ein Rödelhaken beziehungsweise Drillapparat ist für dafür geeignete vorgefertigte Ösenbinder gedacht. Rollenware kann nicht allein aufgrund des Namens Rödeldraht in jedes Bindegerät eingesetzt werden.
Ablängen und kontrolliert verdrillen
Die abgewickelte Drahtlänge entsprechend der vorgesehenen Bindetechnik wählen. Alle erforderlichen Drahtschenkel und Enden einrechnen. Die gewählte Länge bestimmt den Verbrauch und darf nicht aus einem allgemeinen Bild abgeleitet werden.
Draht um die vorgesehene Verbindung führen und so verdrillen, dass die gewünschte Lagesicherung entsteht. Übermäßiges Verdrillen kann Drahtbruch verursachen. Ungeeignete oder beschädigte Werkzeuge nicht verwenden.
Drahtenden und Betondeckung beachten
Drahtenden nach innen umlegen. Überstehende Enden dürfen die geplante Betondeckung nicht beeinträchtigen oder bis an die Schalungsoberfläche reichen. Drahtreste sammeln und aus dem Betonierbereich entfernen.
Beim Auflegen, Begehen und Betonieren dürfen Bindungen, Abstandhalter und Unterstützungen nicht unkontrolliert verschoben werden. Abweichungen vor dem Verdecken korrigieren.
Kontrolle und sichere Handhabung
Vor der Betonage Bewehrungslage, Betondeckung, Unterstützung, Lagesicherung und Sauberkeit kontrollieren. Die vorgesehene Prüfung und Freigabe organisieren; eine Mengenrechnung ersetzt diese Kontrolle nicht.
Geeignete Handschuhe und bei Schneidarbeiten eine Schutzbrille verwenden. Rollen standsicher ablegen und gegen unbeabsichtigtes Abrollen sichern. Bindedraht ist kein Anschlagmittel zum Heben von Bewehrungskörben.
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Quellen und Herstellerunterlagen
Häufige Fragen
Was bedeutet ein Gebinde auf der Produktseite?
20 kg Nettodraht; die Verteilung in Einzelrollen ist zusätzlich festzulegen.
Kann Rollenware mit jedem Rödelhaken verarbeitet werden?
Nein. Geeignete Ösenbinder benötigen einen passenden Drillapparat; Rollenware wird beispielsweise mit einer Monierzange abgelängt und verdrillt.
Sind die berechneten Meter garantiert?
Nein. Die Modellrechnung verwendet Stahldichte und Nenndurchmesser ohne Toleranzen oder Zinküberzug.
Bestimmt der Rechner die erforderlichen Bindestellen?
Nein. Bindestellen und Drahtlänge je Bindung müssen aus der vorgesehenen Arbeit vorgegeben werden.