Normale Grundleitung am Einfamilienhaus
DN/OD 110 oder 160 in SN 4, Längen 2 bis 5 m.
SN 4 reicht bei üblicher Überdeckung; längere Rohre bedeuten weniger Muffen.
Kanalgrundrohr SN 8, DN/OD 250, 3 m
KG-Rohr aus PVC-U, SN 8, Außendurchmesser 250 mm (im Handel DN 250), Rohrlänge 3 m. Wanddicke 7,3 mm. Ringsteifigkeit mindestens 8 kN/m². Angeformte Steckmuffe mit Lippendichtring; Wandaufbau (Vollwand oder mehrschichtig) je nach Fabrikat im Angebot. Verlegung nach DIN EN 1610. Gleitmittel und Formstücke separat anfragen.
Ausführung, Eigenschaften und Normen im Überblick
Wesentliche technische Daten, Eigenschaften und Anwendungsbereiche: KG-Rohr SN 8 DN/OD 250 – 3 m. Detaillierte Informationen finden Sie in den Abschnitten.
KG-Rohre (Kanalgrundrohre) sind orangebraune Rohre aus PVC-U mit angeformter Steckmuffe für die drucklose Entwässerung im Erdreich: Grundleitungen, Anschlussleitungen und Regenwasserleitungen auf dem Grundstück. Diese markenneutrale Familie führt die Auswahl in drei Schritten: Ringsteifigkeit, Nennweite, Länge. Ringsteifigkeit: SN 4 für übliche Hausentwässerung bei mäßiger Überdeckung, SN 8 für tiefere Verlegung, Verkehrslast und anspruchsvollen Boden.
Nennweite: DN/OD 110 bis 400 (im Handel oft DN 100, 125, 150, 200, 250, 300, 400). Länge: 0,5 / 1 / 2 / 3 / 5 m, je nach Nennweite und Steifigkeit. Der Wandaufbau hängt vom Fabrikat ab: Vollwandrohre nach DIN EN 1401-1 oder mehrschichtige Rohre mit Schaumkern nach DIN EN 13476-2.
Er ist hier keine eigene Auswahl und wird im Angebot bestätigt. Verlegung nach DIN EN 1610. Formstücke wie Bögen, Abzweige und Muffenstopfen sowie Gleitmittel gehören zur Leitung und werden separat gewählt.
Preise gibt es nicht hier, sondern in regionalen Angeboten.
Eignung prüfen, Bedarf planen und Ausführungen einordnen
KG-Rohr SN 8 für tiefere Verlegung, Verkehrslast oder schwierigen Boden. Zulässige Tiefe und Verkehrslast ergeben sich aus der Statik.
DN/OD 110 oder 160 in SN 4, Längen 2 bis 5 m.
SN 4 reicht bei üblicher Überdeckung; längere Rohre bedeuten weniger Muffen.
SN 8 wählen und die Statik prüfen lassen.
SN 8 hat doppelte Ringsteifigkeit; die Eignung ergibt sich dennoch erst aus der Berechnung.
Kürzere Rohre (0,5 bis 2 m) plus Bögen und Abzweige.
Formstücke und Gleitmittel nicht vergessen.
Bestimmt Eignung für Tiefe und Last.
Bestimmt die Leistungsfähigkeit der Leitung.
Bestimmt Zahl der Muffen und Handling.
Verarbeitung planen, Hinweise beachten und Material richtig lagern
Antworten zur Auswahl und wichtige Fachbegriffe
KG steht für Kanalgrundrohr: orangebraunes PVC-U-Rohr mit angeformter Steckmuffe für die drucklose Entwässerung im Erdreich, also für Schmutz- und Regenwasser im Freispiegel. Gebäudeinstallation und Fallleitungen im Haus laufen mit anderen Rohrsystemen.
Bei KG-Rohren zählt der Außendurchmesser (OD): 110, 125, 160, 200, 250, 315, 400 mm. In Katalogen und beim Handel heißen sie oft DN 100, 125, 150, 200, 250, 300 und 400. Gemeint ist dasselbe Rohr: DN 100 = DN/OD 110, DN 150 = DN/OD 160, DN 300 = DN/OD 315.
SN ist die Ringsteifigkeit: wie fest das Rohr gegen Erddruck und Verkehr steht. SN 4 (mindestens 4 kN/m²) passt für übliche Hausentwässerung mit geringer bis mittlerer Überdeckung. SN 8 (mindestens 8 kN/m²) nimmt man bei tiefer Verlegung, Verkehrslast, schwierigem Boden oder wenn Planer oder Statik es verlangen.
Im Zweifel die Vorgabe aus Entwässerungsplan oder Statik nehmen.
Ja, im Aufbau der Wand. Vollwandrohre bestehen durchgehend aus massivem PVC-U (DIN EN 1401-1). Mehrschichtige Rohre haben innen und außen eine feste Schicht und dazwischen einen geschäumten Kern (DIN EN 13476-2).
Beide sind in der gewählten Ringsteifigkeit gleichwertig ausgelegt. Welche Bauart geliefert wird, hängt vom Fabrikat ab und steht im Angebot. SN 4 ist häufig mehrschichtig, SN 8 meist Vollwand.
Je länger das Rohr, desto weniger Muffen und Verbindungen auf der Strecke. 1 und 2 m sind handlich in engen Gräben, 3 und 5 m eignen sich für lange gerade Abschnitte mit gutem Zugang. 0,5 m ist ein Passstück zum Anpassen. Nicht jede Länge gibt es in jeder Nennweite und Steifigkeit; unsichere Kombinationen sind als Anfrage markiert.
Über die angeformte Steckmuffe mit eingelegtem Lippendichtring (meist Gummi SBR nach DIN EN 681). Spitzende sauber anfasen, Muffe und Dichtring säubern, Gleitmittel dünn auf das Spitzende auftragen und das Rohr bis zur Einstecktiefe einschieben. Nur Gleitmittel verwenden, das für Kunststoffrohre mit Gummidichtung gedacht ist, und keine Fette, Öle oder Seife.
Verlegung nach DIN EN 1610: tragfähige Grabensohle, Bettung aus Sand, Kies oder Splitt, Rohr gleichmäßig aufliegend, Muffen freilegen. Das größte Korn in der Bettung sollte bei Rohren bis DN/OD 200 nicht über 22 mm liegen, bei größeren nicht über 40 mm. Die Rohrleitung wird seitlich und oben mit der gleichen Bettung verdichtet umhüllt, bevor Aushub verfüllt wird.
Das hängt von Steifigkeit, Boden, Grabenbreite und Verkehrslast ab und wird statisch nachgewiesen. Orientierung aus Datenblättern: SN 4 grob 1 bis 3 m, SN 8 grob 0,5 bis 8 m Überdeckung, Verkehrslasten bis SLW 60 sind bei passender Auslegung möglich. Die genauen Werte stehen im Datenblatt des angebotenen Fabrikats.
KG-Rohre aus PVC-U sind für normales häusliches Abwasser gedacht. Als Richtwert gilt dauerhaft etwa 40 bis 45 °C, kurzzeitig bis 60 °C (DIN EN 476); bei großen Nennweiten sind die Dauerwerte niedriger. Das Material ist im pH-Bereich von etwa 2 bis 12 beständig.
Für heißes oder aggressives Industrieabwasser ist das Datenblatt des Fabrikats maßgeblich.
Ja, mit einer feinzahnigen Säge rechtwinklig kürzen. Danach das Spitzende anfasen und entgraten, sonst kann es beim Einschieben die Dichtung beschädigen. Die Einstecktiefe vorher auf dem Rohr markieren.
Ja. Nach der Verlegung wird eine Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 durchgeführt, mit Wasser (Prüfdruck rund 0,1 bis 0,5 bar) oder mit Luft. Die Prüfung gehört in der Praxis zur Abnahme und wird vom Bauleiter oder Fachbetrieb dokumentiert.
Länge der Leitung in Metern durch Rohrlänge teilen und auf ganze Stücke aufrunden. Passstücke und Formstücke wie Bögen, Abzweige und Muffenstopfen kommen dazu und werden getrennt gerechnet. Ein kleiner Zuschlag für Verschnitt ist sinnvoll, wenn Sie vor Ort kürzen müssen.
Preise und Lieferzeit hängen von Fabrikat, Menge und Standort der Baustelle ab. Sie fragen Ihre Auswahl an und vergleichen Angebote regionaler Händler. Kombinationen, die nur wenige Hersteller führen, sind als Anfrage gekennzeichnet.
Antworten zur Auswahl und wichtige Fachbegriffe
Kanalgrundrohr aus PVC-U, orangebraun, mit Steckmuffe, für erdverlegte drucklose Entwässerung.
Nennweite bezogen auf den Außendurchmesser in mm. KG-Rohre gibt es in 110, 125, 160, 200, 250, 315 und 400; im Handel oft als DN 100, 125, 150, 200, 250, 300 und 400.
Maß für die Steifigkeit des Rohrquerschnitts in kN/m². SN 4 und SN 8 sind die üblichen Klassen.
Rohr mit durchgehend massivem PVC-U (DIN EN 1401-1).
Rohr mit fester Innen- und Außenschicht und geschäumtem Kern dazwischen (DIN EN 13476-2).
Aufgeweitetes Rohrende mit Dichtring, in das das Spitzende des nächsten Rohrs geschoben wird.
Gummidichtung in der Muffe, meist aus SBR, die die Steckverbindung abdichtet.
Das glatte Rohrende ohne Muffe, das in die Muffe des nächsten Rohrs geschoben wird.
Verdichtete Schicht aus Sand, Kies oder Splitt unter, neben und über dem Rohr.
Lastklasse für Schwerverkehr nach alter Straßennorm; Richtwert für befahrene Flächen.